Gerade jetzt ist unser Körper besonders gefordert. Hartnäckige Erkältungen, Fieber und Husten bringen den Organismus schnell an seine Grenzen. Umso beeindruckender ist, was das Abwehrsystem in dieser Zeit leistet – es arbeitet rund um die Uhr, damit wir schneller wieder auf die Beine kommen.
Unsere Körpertemperatur ist ein fein abgestimmtes System, auf das jede Zelle und jedes Organ angewiesen sind. Sobald sie aus dem Gleichgewicht gerät, schlägt der Körper Alarm – ein untrügliches Zeichen, dass etwas nicht stimmt.
Fieber als Abwehrtrick des Organismus
Wenn die Körpertemperatur steigt, fährt das Immunsystem seine Abwehrkräfte hoch und macht Krankheitserregern das Leben schwer. Fieber ist daher kein Feind, sondern ein strategischer Verbündeter, ausgelöst meist durch Infekte wie Erkältungen, Grippe oder Magen-Darm-Erkrankungen.
Oft kündigt es sich durch Frösteln oder Schüttelfrost an, weil der Körper Wärme speichert und die Muskeln arbeiten, um die Temperatur zu erhöhen. Kalte Hände, trockene Haut und ein schneller Puls gehören zu den typischen Begleitern dieser Phase.
Je höher das Fieber steigt, desto stärker zeigen sich Durst, Müdigkeit oder Schweißausbrüche – manchmal sogar leichte Verwirrtheit. Um den Verlauf richtig einzuschätzen, ist regelmäßiges Messen wichtig, idealerweise immer an derselben Stelle und zur gleichen Tageszeit.
Hohe Temperatur innerhalb weniger Stunden
Während die Influenza oft rasch auf hohe Werte steigt, entwickelt sich Fieber bei Erkältungen meist langsamer. Häufig treten Fieber und Schmerzen gemeinsam auf, weil bestimmte Botenstoffe sowohl Entzündungen als auch Temperaturanstiege auslösen. In dieser Phase braucht der Körper vor allem Ruhe, Flüssigkeit und Entlastung, um seine Energie auf die Abwehr zu konzentrieren.
Kühlende Umschläge oder lauwarme Waschungen können angenehm sein, solange kein Schüttelfrost besteht. Eine verantwortungsvolle Selbstmedikation kann bei leichten bis mäßigen Schmerzen und Fieber unterstützen, vorausgesetzt, die Symptome sind noch handhabbar.
Fiebersenkende Maßnahmen können das Befinden verbessern, sollten aber nur kurzzeitig und nie kombiniert eingesetzt werden. Hält das Krankheitsgefühl an oder ist es ungewöhnlich stark, sollte es unbedingt ärztlich abgeklärt werden.
Menschen reagieren oft sehr unterschiedlich auf Fieber: Während die einen schon bei leicht erhöhter Temperatur völlig erschöpft sind, stecken andere dieselben Werte erstaunlich gut weg. Diese Unterschiede entstehen, weil jeder Körper anders auf die Botenstoffe reagiert, die Fieber auslösen, und Faktoren wie Alter, Konstitution, Stresslevel oder Vorerkrankungen beeinflussen, wie belastend erhöhte Temperaturen empfunden werden.
Vom Kratzen im Hals bis zum Schleimlösen
Husten verläuft typischerweise in mehreren Phasen: Erst kratzt es im Hals, dann folgt ein trockener Reizhusten, bevor später Schleim gebildet wird. In dieser produktiven Phase soll der Schleim abgehustet werden, ehe zum Schluss oft ein leichter Resthusten bleibt.
Weil sich der Husten im Verlauf verändert, braucht es je nach Phase unterschiedliche Unterstützung. Ein trockener Reizhusten entsteht oft durch gereizte Schleimhäute und zeigt sich besonders nachts in kurzen, heftigen Anfällen, weil die Atemwege schneller austrocknen.
Was den Atemwegen nun helfen kann
Bei dieser Form kommen Hustenstiller zum Einsatz, während sie bei festsitzendem Schleim nicht geeignet sind. Dann braucht es Präparate, die den Schleim verflüssigen und das Abhusten erleichtern.
Inhalationen können in allen Hustenphasen wohltuend sein, besonders wenn sie mit ätherischen Ölen, Salz oder Kräutern kombiniert werden. Pflanzen wie Kamille, Eukalyptus, Anis, Fenchel oder Thymian unterstützen die Atemwege auf natürliche Weise. Auch Spitzwegerich, Huflattich, Süßholz, Malvenblüten und ayurvedische Gewürze haben sich bewährt.
Viele Hustenmittel nutzen diese pflanzlichen Wirkstoffe in konzentrierter Form, und Pastillen helfen unterwegs, wenn der Hustenreiz lästig wird. So lässt sich der Husten meist Schritt für Schritt lindern, bis wieder freies Durchatmen möglich ist und sich die Atemwege spürbar beruhigen.
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