Höchste Alarmstufe

Feuer im Keller, während Hausbewohner schliefen

Niederösterreich
02.02.2026 06:15

Dramatische Szenen in Veitsau im Tiestingtal (NÖ): Mitten in der Nacht brach im Keller einer Wohnhausanlage Feuer aus. Rasch breitete sich dichter Rauch aus. Da die Bewohner zu dieser Zeit friedlich in ihren Wohnungen schliefen, herrschte bei den Einsatzkräften höchste Alarmstufe. Auch im Bezirk Amstetten gab es einen Großeinsatz der Feuerwehr.

„Gebäudebrand in Wohnhausanlage – Kellerbrand! Viele Personen eingeschlossen!“ Diese dramatische Meldung riss am Sonntag um 2.42 Uhr die  Feuerwehrleute im Triestingtal aus dem Schlaf. Ein Anrufer hatte über den Notruf ein Feuer in einem Wohnblock in Veitsau gemeldet. Sofort brauste ein Großaufgebot an Löschkräften zum Einsatzort.

Atemschutztrupp weckte Bewohner
Als die Freiwilligen dort eintrafen, drang bereits dichter Qualm aus den Kellerfenstern des Gebäudes. In den Stockwerken darüber schlummerten derweil die Hausbewohner. Ein Atemschutztrupp der Feuerwehr eilte rasch durch das verrauchte Stiegenhaus, um die Bewohner zu wecken und das Haus zu evakuieren.

Die Hausbewohner wurden von den Sanitätern mit Decken versorgt.
Die Hausbewohner wurden von den Sanitätern mit Decken versorgt.(Bild: BFKDO Baden/ASB Markus Hackl)

Im Freien wurden die geschockten Menschen – vom Baby bis zum Pensionisten – von Sanitätern betreut.  „Die meisten hatten nur das Nötigste am Leib und wurden zum Schutz vor der Kälte in Decken gehüllt“, berichteten Einsatzkräfte. In den Einsatzfahrzeugen konnten sie ausharren, bis der Löscheinsatz abgeschlossen war.

Brandherd in Kellerabteil
Gleichzeitig suchte ein weiterer Atemschutztrupp das Kellergeschoß ab und konnte in einem der Abteile den Brandherd lokalisieren. Unverzüglich wurden die Löscharbeiten in Angriff genommen. Binnen kurzer Zeit konnten die Flammen unter Kontrolle gebracht und eingedämmt werden. Mittels Wärmebildkamera wurden dann noch die letzten Glutnester aufgespürt und von Feuerwehrleuten abgelöscht.

Zum Glück rasch entdeckt
Nachdem das Gebäude noch ausreichend belüftet worden war, konnten die Bewohner unverletzt und erleichtert in ihre Wohnungen zurückkehren. „Der raschen Entdeckung des Feuers ist es zu verdanken, dass dieser Einsatz ein glimpfliches Ende gefunden hat“, betonte Abschnittsfeuerwehrkommandant Brandrat Rudolf Hafellner, der zum Ort des Geschehens geeilt war. Er erklärte: „Der Rauch ist die Haupttodesursache bei Bränden. Er breitet sich oft unbemerkt aus und wirkt in Minuten tödlich. Schon wenige Atemzüge können lebensgefährlich sein.“ Die Brandursache wird ermittelt. 70 Feuerwehrleute standen in Veitsau im Einsatz.

Eine schwarze Rauchsäule stieg im Bezirk Amstetten auf.
Eine schwarze Rauchsäule stieg im Bezirk Amstetten auf.(Bild: BFKDO Amstetten/FF Niederhausleiten-Höfing)

Schreddermaterial in Flammen
Ebenfalls zu einem Großeinsatz mussten Mitglieder von acht Feuerwehren im Bezirk Amstetten am Wochenende ausrücken. In einem Recyclingbetrieb in Niederhausleiten-Höfing war Schreddermaterial in Brand geraten. „Bereits bei der Anfahrt war die schwarze Rauchsäule von Weitem zu sehen“, schildern Einsatzkräfte.

Schreddermaterial musste abgelöscht werden.
Schreddermaterial musste abgelöscht werden.(Bild: BFKDO Amstetten/FF Niederhausleiten-Höfing)

Um eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern, wurde das Brandgut mittels Radlader und Bagger kontrolliert auf dem Areal verteilt und dann gezielt abgelöscht. Insgesamt 86 Feuerwehrleute standen bei den Löscharbeiten knapp zwei Stunden im Einsatz.

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