Teenager Sigi kämpft sich durch Elternkrach, Schulstress und chaotische Verliebtheiten – und dreht den Plattenspieler laut auf. Wer jetzt rebellische Erinnerungen bekommt, dem sei Herbert Dutzlers neuer Roman „Der Plattenspieler unter der Dachschräge“ (Haymon) wärmstens ans Herz gelegt.
Sommerjob, Zigaretten und ein Plattenspieler: Für Sigi beginnt der Soundtrack seines Lebens. Zwischen Deep Purple und den ersten großen Gefühlen kämpft er sich durch Familienkrisen, Schulstress und Liebeschaos.
Autor Herbert Dutzler, aufgewachsen in Schwanenstadt und Bad Aussee, macht den Jugendlichen, der in den 1970er-Jahren lebt, zum Helden seines jüngsten Romans „Der Plattenspiele unter der Dachschräge“ (Haymon, 24,90 Euro). Er setzt damit schlüssig seine Coming-of-Age-Reihe fort, die er den Babyboomern widmet – einer Generation, zu der er auch selbst gehört.
„Krone“: Was ist das Reizvolle, über die 1970er-Jahre zu schreiben?
Herbert Dutzler: Die ursprüngliche Idee war, die Wirklichkeit und das Lebensgefühl dieser Jahre der Kinder- und Enkelgeneration zu vermitteln. Tatsächlich gehört der Großteil der Leser aber meiner Generation an, und sie lassen sich gern in diese Zeit mitnehmen. Sie verknüpfen die Sigi-Bücher mit ihrer eigenen Vergangenheit.
Wie autobiographisch ist denn die Story von Sigi?
Vieles, was in diesen Büchern vorkommt, stammt aus meiner Erinnerung. Die Familie von Sigi ist aber völlig anders als die, die ich erlebt habe. Während des Schreibens sind viele Erinnerungen, die ich schon verloren glaubte, zurückgekommen und ich habe sie gleich eingearbeitet.
Die 1970er-Jahre: Was vermissen Sie am meisten?
Gar nichts. Da wird vieles romantisiert, was es so nicht gab. Allerdings konnte man damals mit dem Zug, ohne umzusteigen, von Salzburg nach Athen fahren. Es wäre schön, wenn es diese Verbindung wieder geben würde und ich das machen könnte.
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