Ein Probeführerscheinbesitzer (17) schrottete sein Auto in der Salzburger Imbergstraße – genau ein Jahr nach einem ähnlichen Unfall in derselben Kurve. Die Politik bleibt bei Konsequenzen für Raserunfälle bisher nur bei Ankündigungen.
Jetzt hat es schon wieder gekracht: Ein 17-jähriger Probeführerscheinbesitzer schrottete in der Nacht auf Sonntag in der Imbergstraße seinen Pkw! Der junge Verkehrsrowdy verlor in einer Linkskurve mit viel zu hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Auto. Dieses krachte gegen eine Steinmauer und kam auf der Fahrbahn zum Stehen. Der Bursch und sein Beifahrer (17) begaben sich zur Abklärung ins Uniklinikum.
Das Radarauto der Landesverkehrsabteilung hatte nur wenige Sekunden zuvor das Auto mit knapp 100 km/h geblitzt. Das hohe Tempo und der Unfall dürften dem Burschen mehrere Anzeigen einbringen. Den Führerschein ist er los. Am Tag genau vor einem Jahr passierte in der selben Kurve ein wilder Unfall gleicher Art: Ein Bayer (20) krachte mit überhöhtem Tempo gegen einen Betonmast.
Der Unfall vom Sonntag, bei dem glücklicherweise keine Unbeteiligten zu Schaden kamen, ist nur ein neuerlicher Tiefpunkt. Vor zwei Wochen verlor ein Syrer (19) in der Schwarzstraße die Kontrolle über einen Miet-Sportwagen. Fünf parkende Autos wurden beschädigt. Ein Jahr zuvor krachte es auch hier an ähnlicher Stelle – vor dem Hotel Sacher.
Ich dränge beim Bund darauf, extreme Raserei als eigenen Straftatbestand zu verankern und scharfe Maßnahmen umzusetzen.

Stefan Schnöll, Verkehrslandesrat
Bild: Andreas Tröster
Ankündigungen der Stadtpolitik, wie etwa einen fixen Radarkasten in der Imbergstraße aufzustellen, oder ein einberufener Runder Tisch mit der Polizei, scheinen bis heute kaum etwas gebracht zu haben. Verkehrslandesrat Stefan Schnöll trat nach dem Vorfall vom Sonntag als einziger vor den Vorhang. Er wolle jetzt an die Bundesregierung herantreten und sich für stärkere Strafen für Raser einsetzen.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.