Der südkoreanische Elektronikriese Samsung will mit dem flächendeckenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz seinen Kunden viel Mehrwert bieten und die Konkurrenz auf Abstand halten. „Heute beginnt ein neues Kapitel für Samsung: Ihr Begleiter für das Leben mit KI“, sagte Samsung-CEO TM Roh im Vorfeld der Technikschau CES in Las Vegas.
Roh zufolge soll KI „in jede Kategorie und jedes Produkt“ integriert werden. Samsung setzt dabei auch auf eine Kooperation mit Google. Das KI-System Google Gemini hilft beispielsweise dabei, Lebensmittel zu erkennen, die in einem Samsung-Kühlschrank aufbewahrt werden. Gemini kann dann etwa Vorschläge machen, welches Gericht man mit den Zutaten aus dem Kühlschrank kochen kann.
Kooperation mit Google
Die Entscheidung von Samsung für Gemini dürfte Google im Wettlauf mit OpenAI (ChatGPT) Rückenwind bescheren. Durch die Vielzahl der Samsung-Geräte werden etliche Verbraucher das Google KI-System kennenlernen. Samsung wiederum verspricht sich durch den Einsatz der Google KI, im Konkurrenzkampf mit Apple wieder Boden gut machen zu können. Der iPhone-Hersteller hatte zuletzt Samsung vom Platz eins der Smartphone-Hersteller weltweit verdrängt. Viele Beobachter sehen aber bei Apple eine Schwäche im Bereich Künstliche Intelligenz.
Künstliche Intelligenz kommt auch bei der Fernsehtechnik Vision AI Companion zum Einsatz. Samsung demonstrierte auf dem Pre-CES-Event, wie man damit etwa bei der TV-Übertragung eines Fußballspiels die Stimme des Kommentators ausblenden – und trotzdem die akustische Atmosphäre aus dem Stadion hören kann. „Das wird die Art und Weise, wie wir Sport schauen, verändern“, sagte Samsung-Managerin Sukhmani Mohta. Man könne den Fernseher aber auch dazu bringen, die Hintergrundgeräusche des Spiels zu entfernen, wenn man sich allein auf den Kommentar konzentrieren wolle.
Riesenfernseher mit neuer Technik
Samsung präsentierte im Vorfeld der CES auch neue Technik für Fernseher, darunter ein Gerät mit einer Bildschirmdiagonale von 130 Zoll (ca. 330 cm). Das Display des TV-Riesen arbeitet mit der sogenannten Micro-RGB-Technik, mit der Samsung seinen südkoreanischen Wettbewerber LG und die Vielzahl der Konkurrenten aus China auf Distanz halten will.
Mit Micro-RGB versucht Samsung, sowohl bei der Farbdarstellung als auch bei der Helligkeit zu punkten. Weil das Licht schon in den Grundfarben Rot, Grün und Blau erzeugt wird, können diese Fernseher einen riesigen Farbraum abdecken, was bisher kaum möglich war. Außerdem kommt die neue Technik ohne starke Farbfilter aus, die Licht schlucken. Damit kommt mehr Helligkeit beim Zuschauer an – ideal für helle Wohnzimmer, wo bisherige OLED-Fernseher oft zu dunkel wirken.
Technik-Show CES
Die CES, die früher Consumer Electronics Show hieß, gilt traditionell als wichtiger globaler Jahresauftakt der Tech-Branche, bei dem die Weichen für das kommende Technologie-Jahr gestellt werden. Im Gegensatz zur Berliner IFA, die sich auch stark an Endkonsumenten richtet, ist die CES in Las Vegas vor allem eine Fachbesuchermesse, auf der Innovationen auch oft als Prototypen oder Visionen gezeigt werden, bevor sie marktreif sind. 2025 hatte die CES 142.000 Besucher. Die CES 2026 findet von Dienstag (6. Jänner) bis Freitag (9. Jänner 2026) statt.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.