Betrugsvorwürfe

Ex-Boss der Energie Ried sitzt auf der Anklagebank

Oberösterreich
29.12.2025 16:10

Nach viereinhalb Jahren hat die WKStA die strafrechtliche Untersuchung der mutmaßlichen Malversationen durch die ehemalige Geschäftsführung der Energie Ried  abgeschlossen. Nun wird ein Schöffensenat am Landesgericht Ried das richterliche Urteil in dieser Causa fällen.

Am 4. April 2021 deckte die „Krone“ einen der größten Betrugsskandale der Stadt Ried auf. Der Redaktion wurden Protokolle einer Aufsichtsratssitzung der Energie Ried zugespielt. Den ehemaligen Geschäftsführern des städtischen Unternehmens wurde schwerer Betrug vorgeworfen. Sie sollen unter anderem bei der Angabe der Leitungslängen an die E-Control getrickst und so der Firma höhere Gewinne ermöglicht haben.

Schöffensenat entscheidet
Viereinhalb Jahre später hat die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft die strafrechtliche Untersuchung der mutmaßlichen Malversationen durch die ehemalige, zweiköpfige Geschäftsführung abgeschlossen. Nun wird ein Schöffensenat am Landesgericht in Ried das richterliche Urteil in dieser Causa fällen. Die Anklageschrift wegen schweren Betrugs betrifft den bis 2020 tätigen kaufmännischen Geschäftsführer. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen gegen den technischen Direktor des Energieversorgers wurden eingestellt.

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Das Verfahren belastet die Energie Ried. Wir haben entsprechende Rückstellungen gemacht. Wir sind froh, dass die Behörden weitere Schritte gemacht haben.

Friedrich Pöttinger, Geschäftsführer

Weiters beantragt die WKStA, eine Verbandsgeldbuße gegen die Energie Ried zu verhängen. Das Unternehmen hat zur Abdeckung eines möglichen Schadens für das gesamte Verfahren entsprechende Rückstellungen in der Höhe von 29 Millionen Euro getroffen. Diese Summe erscheint nun viel zu hoch geraten zu sein.

Für das Strafausmaß wird einzig die Regulierungsperiode von 2019 bis 2023 herangezogen und nicht auch noch die Jahre davor. Im gesamten Gerichtsverfahren dürfte es sich um einen Betrag von 4,2 Millionen Euro handeln. Friedrich Pöttinger, seit November 2022 Geschäftsführer des Rieder Energieversorgers, ist jedenfalls erleichtert: „Dieses Altverfahren belastet unser Unternehmen und wir sind froh, dass nun ein weiterer Schritt durch die Behörden gesetzt wurde. Wir unterstützen die Zusammenarbeit mit den ermittelnden Behörden zur Klärung der Causa voll und hoffen auf eine schnelle Abhandlung.“ 

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