Im Jänner erfolgt der Startschuss für eine integrierte Diabetesversorgung. In der ersten Phase werden Patientinnen und Patienten aus dem Raum Kufstein in ein neues Beratungs- und Behandlungsnetzwerk aufgenommen.
Mit einer Prävalenz (Häufigkeit innerhalb der Bevölkerung) von rund 9 % zählt Diabetes mellitus Typ 2 zu den häufigsten chronischen Erkrankungen – allein in Tirol sind etwa 70.000 Menschen betroffen.
Das Land Tirol startet nun mit Jahresbeginn ein Pilotprojekt zur integrierten Versorgung von Menschen mit Diabetes „und nimmt damit österreichweit eine Vorreiterrolle ein“, erklärt Gesundheits-Landesrätin Cornelia Hagele (ÖVP) nach einer Sitzung der Bundes-Zielsteuerungskommission in Wien.
Dort werden „zentrale Weichenstellungen für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens“ vorbereitet. „Unser Ziel ist es, bestehende Lücken zu schließen und Betroffene frühzeitig, wohnortnah und multiprofessionell zu unterstützen“, präzisierte Hagele.
Tirolerinnen und Tiroler mit Diabetes sollen beste Behandlungsangebote erhalten und von Folgeerkrankungen verschont bleiben.
Gesundheits-LR Cornelia Hagele (ÖVP)
Ziel ist besseres Angebot auch in anderen Bezirken
In der ersten Phase des Tiroler Pilotprojektes werden Betroffene aus dem Raum Kufstein in ein neues Beratungs- und Behandlungsnetzwerk aufgenommen. Die Zuweisung erfolgt über die Hausärzte bzw. über die Diabetesambulanz des Bezirkskrankenhauses Kufstein. Angeboten werden daraufhin eine umfassende Diabetes- und Ernährungsberatung, die Teilnahme an Gruppenschulungen und telemedizinische Folgeberatungen für Betroffene. Die Laufzeit umfasst zwei Jahre. Die ersten Patientinnen und Patienten können ab Mitte nächsten Jahres über das Netzwerk betreut werden.
Sozialversicherung und Land teilen sich die Kosten
Die Kosten von 400.000 Euro werden je zur Hälfte von Sozialversicherung und Land Tirol getragen. In weiterer Folge sollen die Ergebnisse aus Kufstein eine Ausweitung auf weitere Bezirke ermöglichen und langfristig in ein integriertes Versorgungsprogramm münden.
„Auf Bundesebene mutig vorangehen“
„Wir brauchen ein Gesundheitssystem, das dort greift, wo die Menschen leben – praxistauglich und abgestimmt auf regionale Besonderheiten. Deshalb ist es entscheidend, dass wir auf Bundesebene mutig vorangehen und gemeinsam zuverlässige Lösungen entwickeln“, betonte Hagele nach ihrer Rückkehr nach Tirol, „Reformen gelingen nur, wenn wir gemeinsam anpacken. Tirol bringt sich aktiv ein und stärkt das Zusammenspiel von Klinik, niedergelassenem Bereich und Vorsorgeprogrammen.“
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