Neues Geschäftsmodell

Das soll sich 2026 bei Billa ändern

Wirtschaft
02.12.2025 20:29

Vor drei Jahren startete Billa ein Experiment. Jetzt zeigt sich: Es ist ein Mega-Erfolg. 36 selbstständige Kaufleute führen ihre Billa- oder Billa-Plus-Märkte schon als eigene Chefs – und sie florieren!

Das Geheimnis? „Wir geben unseren Kaufleuten viele Freiheiten, aber mit einem zuverlässigen Sicherheitsnetz“, sagt Billa-Vorstand Brian Beck. Die Zahlen untermauern den Erfolg des Konzepts: Die Märkte der selbstständigen Kaufleute laufen besser als der Durchschnitt, sie erzielen um zwei Prozent höhere Umsätze als klassische Billa-Filialen. Warum? Weil der Besitzer von nebenan einfach besser weiß, was die Kunden aus der Umgebung wirklich wollen.

Groß-Offensive 2026: Jetzt können auch Sie einsteigen!
Bis Ende 2026 sollen noch einmal fast 30 Kaufleute dazukommen, sodass es dann österreichweit schon 65 sind. Alleine in dieser Woche starten drei Neo-Unternehmer durch, darunter Senad Omanovic, der den Billa Plus in der Geblergasse in Hernals übernimmt. Die Laden-Revolution soll also weitergehen - und wird noch größer:

Senad Omanovic startet als selbstständiger Unternehmer durch und übernimmt den Billa Plus in der ...
Senad Omanovic startet als selbstständiger Unternehmer durch und übernimmt den Billa Plus in der Geblergasse in Wien-Hernals.(Bild: Martin A. Jöchl)
  • Neue Gebiete: 2026 rollt das Modell nach Westen. Erste Billa-Kaufleute starten in Salzburg und Tirol durch.
  • Jeder kann sich bewerben: Erstmals öffnet Billa 2026 die Türen für externe Bewerber. Man muss nicht mehr vorher bei Billa oder Rewe gearbeitet haben.
  • Die besten Voraussetzungen: „Unsere Kaufleute haben im Schnitt über zehn Jahre Führungserfahrung und wohnen nur 15 km vom Markt entfernt. Das schafft echtes Vertrauen“, so Beck.
Billa-Vorstand Brian Beck: „Wir geben unseren Kaufleuten viele Freiheiten, aber mit einem ...
Billa-Vorstand Brian Beck: „Wir geben unseren Kaufleuten viele Freiheiten, aber mit einem zuverlässigen Sicherheitsnetz.“(Bild: Martin A. Jöchl)

So unterschiedlich sind die Billa-Kaufleute
In den eigentümergeführten Geschäften zeigt sich die persönliche Handschrift. Jeder Kaufmann, jede Kauffrau soll, so die Idee dahinter, den Markt einzigartig machen:

  • Der Roboter-Helfer: Billa Miskovic in Gloggnitz (NÖ) setzt auf Putz- und Service-Roboter.
  • Der Frische-Wächter: Kurt Akalin in Winzendorf (NÖ) verwendet eine spezielle Trockennebelanlage. Sie hält Obst und Gemüse dank moderner Technologie länger knackig frisch.
  • Der Spezialist: Billa Aydin in Wien-Donaustadt trumpft mit einem riesigen Sortiment an glutenfreien, zuckerfreien und regionalen Produkten auf.

Eines verbindet alle: enge Partnerschaften mit heimischen Bauern und Produzenten. Regionalität soll großgeschrieben werden.

Die Pioniere: Vom Konzern-Profi zum eigenen Chef
Unter den bald 40 Kaufleuten (32 Männer, acht Frauen) sind echte Vorreiter: Fabian Auttrit war früher Rewe-Zentralist. Heute ist er als erster von ihnen Billa-Kaufmann in Kirchberg am Wagram (NÖ). Und Emanuel Rauter eröffnete heuer als erster Billa-Kaufmann Kärntens seinen Markt in Villach.

2026 wird dieses Erfolgsmodell nun für ganz Österreich geöffnet.

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