Di, 17. Juli 2018

Fürs Hirn essen

14.12.2005 10:30

Richtig essen für mentale Höchstleistungen

Höchstleistungen kommen in vielen Sportarten nicht nur vom richtigen Training, sondern hängen vom mentalen Zustand des Aktiven ab. Und der hat erstaunlich viel mit dem zu tun, was man vor dem Wettkampf isst. Hier erfährst du, wie du dich in dieser Hinsicht bestens vorbereitest.

Es geht vor allem um Sportarten, in denen die Hauptbelastung auf der mentalen (geistigen) Leistungsfähigkeit, also im Bereich Konzentration und Koordination liegt, z. B. Golf, Sportschießen (Gewehr, Pistole, Bogen), Darts, Billard, Schach, aber auch Skispringen oder Slalom.  

Richtig essen gegen Versagensangst
So kann man durch die Aufnahme der Aminosäure Tryptophan den Serotoninspiegel beeinflussen, der wiederum wichtige Abläufe im Körper regelt. Serotonin unterstützt die Konzentrationsfähigkeit und wirkt positiv auf Wohlbefinden, Entspannung und Laune. Die oft gefürchtete Versagensangst wir obendrein durch diesen Botenstoff gemildert.
 

Die Konzentrationssportlerin und Ernährungswissenschafterin Karin Buchart erläutert: „Die so genannte gesunde Ernährung bringt einige Probleme mit sich: Wir meiden Innereien, Wurst und Butter. Inzwischen haben wir 15 Jahre lang alles gemieden, was Omega-3-Fettsäuren enthält, und dabei gar nicht gemerkt, dass sich unser Gehirn bei seiner Arbeit viel schwerer tut.“  

Auch Eisenmangel - Eisen ist wichtig für den Sauerstofftransport im Blut und somit für die Sauerstoffversorgung des Gehirns - war früher dank Verwendung von Eisenpfannen demnach weniger häufig.  

Das Hauptaugenmerk vor dem Wettkampf sollte vor allem darauf liegen, den Körper ausreichend mit Vitaminen und Flüssigkeit zu versorgen, Stress und unbedingt Alkohol am Abend vor dem Wettkampf zu vermeiden, so Buchart. Alkohol steht für einige Sportarten sogar auf der aktuellen Dopingliste. 

Kaffee ist okay
Gute Nachricht für Kaffeetrinker – auf die gewohnte Kaffeemenge brauchen sie am Morgen vor dem Wettkampf nicht zu verzichten, im Gegenteil. Buchart warnt: „Wer am Wettkampftag plötzlich auf sein Koffein verzichtet, riskiert viel. Umgekehrt muss auf Kaffee verzichten, wer ihn nicht standardmäßig zum Frühstück genießt.“ Sie empfiehlt daher: „Der Kaffeegenuss soll wie an den Trainingstagen sein!“ Denn, so die Autorin, ein plötzliches Absetzen bringe den Körper durcheinander und sei nicht empfehlenswert.
 

In ihrem Buch „Wettkampf-Ernährung für mentale Höchstleistungen“ liefert Buchart Hintergrundwissen zum Thema Sport und Ernährung und begleitet den Leser durch die letzten 24 Stunden vor dem Wettkampf. Sie beschreibt auch, wie man Stress vor dem Wettkampf am besten abbaut. In der Linkbox findest du einige Rezepte, die deine Leistung fördern. Außerdem kannst du das Buch gleich online bestellen!

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