1000 Wiener befragt

Teuerung: SPÖ und ÖVP verlieren, die FPÖ legt zu

Wien
26.09.2025 18:30

Fünf Monate nach der Wien-Wahl ist die Spardebatte voll entbrannt. Öffi-Tickets und Parken wird teurer, wie die Stadtregierung bereits bekannt gegeben hat. Weitere Belastungen werden wohl folgen. Das hilft in Umfragen der Rathaus-Opposition. Mit einer Ausnahme. 

Die Öffi-Tickets werden empfindlich teuer, die Wiener spüren die Inflation bei jedem Einkauf, die Stadt muss sparen, Subventionen stehen auf der Kippe. Die Stimmung schlägt sich auf die Popularitätswerte der Rathausparteien nieder.

Fünf Monate nach der Gemeinderatswahl kommt das Institut für Demoskopie und Datenanalyse (IDFF) im Auftrag von W24 zu folgendem Ergebnis (1000 Befragte):

  • Die SPÖ bleibt unangefochten an der Spitze und kommt auf 37 Prozent. Damit büßen die regierenden Roten im Vergleich zum Wahlergebnis Ende April mehr als zwei Prozentpunkte ein. Deutlich beliebter ist Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Bei einer Direktwahl käme der Stadt-Chef mit 48 Prozent Zustimmung knapp an die absolute Mehrheit heran.
Die Umfrage wurde von 23. bis 25. September durchgeführt.
Die Umfrage wurde von 23. bis 25. September durchgeführt.(Bild: Krone KREATIV)
  • Die Neos als kleiner Koalitionspartner bleiben mit ihren 10 Prozent am Fleck. Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling, ihrem Naturell nach zurückhaltend, kämpft mit mangelnder Bekanntheit. Nur vier Prozent würden ihr direkt ihre Stimme geben.
  • Die FPÖ muss praktisch nichts tun – und legt zu: von 20 Prozent am Wahltag auf jetzt 23 Prozent. Ähnlich die Beliebtheitswerte von Obmann Dominik Nepp. Ab und zu Kritik an den Zuständen zu üben reicht offenbar aus, um weiter aufzuholen.
  • Fatal die Werte der ÖVP. Sie rutscht nach dem ohnehin schlechten Frühjahresergebnis (9,65%) auf acht Prozent ab. Der neue Parteichef Markus Figl muss den Scherbenhaufen seines Vorgängers wegräumen und will ab heute (Parteitag) die Aufholjagd starten.
  • Die Grünen unter Judith Pühringer legen von 14,5 Prozent auf 16 Prozent zu. Mit dem Lobautunnel haben sie ein neues/altes „Kampfthema“.
  • Die KPÖ bleibt stabil, schafft es mit vier Prozent aber nicht in den Landtag. Obfrau Barbara Urbanic kennt fast niemand. 
Meinungsforscher Christoph Haselmayer (IFDD)
Meinungsforscher Christoph Haselmayer (IFDD)(Bild: krone.tv)

IFDD-Chef Christoph Haselmayer fasst zusammend: „Die SPÖ bliebt klar am ersten Platz, gibt aber leicht nach. Das ist nicht weiter verwunderlich aufgrund des Gegenwinds aus dem Bund und der Spardebatte in der Stadt.“

Nebenbei: Allfällige andere Parteien als die abgefragten spielen keine Rolle. Sie haben so wenige Anhänger, dass sie unbedeutend sind. 

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