Fast zwei Wochen besetzen die drei Nonnen von Goldenstein mittlerweile ihr früheres Kloster. Ehemalige Schülerinnen der Damen appellieren nun an den geistlichen Oberen der Schwestern: „Lassen Sie die Schwestern in ihrem alten Zuhause auch alt werden.“
Aufgeben? Das ist für die drei betagten Nonnen von Goldenstein weiter keine Option. Knapp zwei Wochen besetzen die Ordensschwestern Bernadette, Rita und Regina jetzt schon ihr früheres Kloster in Elsbethen – gegen den Willen ihrer geistlichen Obrigkeit. „Wir wollen und werden hier bleiben“, betonen die Frauen gebetsmühlenartig.
Ihre ungewöhnliche Geschichte machte mittlerweile auch im Ausland Schlagzeilen. Internationale Medien wie die Bildzeitung, RTL, die britische BBC oder auch der US-Sender CNN berichteten mittlerweile über die Schwestern. „Krone“-Leser wissen es längst: Die Nonnen lebten mehrere Jahrzehnte im Kloster Goldenstein, mussten dieses gegen ihren Willen verlassen. Ihr geistlicher Oberer, Propst Markus Grasl, steckte die Nonnen in ein Altersheim. Von dort zogen die drei betagten Frauen auf eigene Faust aus und wohnen seitdem wieder in Goldenstein. Ein Schlüsseldienst sperrte ihnen die Klosterpforten auf.
Schwestern fordern ihre Schlüssel zurück
Die Fronten sind verhärtet. Der Propst forderte die Schwestern via Medien bereits mehrmals auf, ins Altersheim zurückzukehren. Jetzt wandten sich frühere Schülerinnen der drei Nonnen – sie leiteten bekanntlich auch die Mittelschule Goldenstein – per Brief an Propst Markus Grasl. „Würden Sie mit Ihrer Mutter das Gleiche machen?“, fragen sie darin. Und: „Bitte zeigen Sie ein bisschen Menschlichkeit und lassen die Schwestern in ihrem alten Zuhause auch alt werden.“
Zudem bittet man „im Namen der Schwestern“ um einige Dinge: „Händigen Sie den Schwestern die Schlüssel für ihre privaten Bereiche wieder aus . Weiters einen Schlüssel für den Fahrstuhl“, heißt es wörtlich. Und: „Bitte schließen Sie das Wasser in den Duschen wieder an und montieren Sie die Treppenlifte wieder. Wir müssen sonst für die Schwestern einen Installateur und einen Schlüsseldienst besorgen.“
Was man sich von dem Schreiben erhofft? „Wir erwarten keine Antwort, aber eine Reaktion“, meint Mit-Verfasserin Christina Wirtenberger.
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