Der junge US-Bariton Trevor Haumschilt-Rocha ist einer der aufgehenden Sterne am Klassik-Himmel. In der aktuellen Saison startet er in Salzburg und Wien durch.
Football oder Oper? Diese Entscheidung musste der 26-jährige Fast-zwei-Meter-Mann aus San Diego treffen, erzählte er kürzlich in Salzburg. Hier war er im Young Singers Project der Festspiele, trat in „Macbeth“ auf, ließ im „Andrea Chénier“ aufhorchen.
Wie der Vater war Trevor Haumschilt-Rocha für Football prädestiniert, mit 13 bereits 1,75 groß – und spielte in der Highschoolzeit. Aber er sang auch, zuerst im Kinderchor, liebte die Proben, schützte aber Unwohlsein vor, sobald es zum Auftritt ging. Die Scheu vor dem Publikum verlor er, als er seiner Schwester in die Musicalschule folgte. Jetzt traute er sich – und als einmal sein Mikro nicht an war, er aber trotzdem mit seiner großen Stimme beeindruckte, kam die Idee zum Gesangsstudium.
Als er 17 war, starb sein Vater an einem Hirntumor. Statt für drohende Sportverletzungen als Football-Verteidiger entschied er sich fürs Singen. Haumschilt-Rocha blieb und studierte in San Diego, um seiner Schwester und seiner Mutter, einer Mexikanerin, von der den zweiten Namen Rocha hat, nahe zu sein.
Schließlich nahm ihn die berühmte New Yorker Juilliard School an. Dort entdeckten ihn Volksoperndirektorin Lotte de Beer und Opernstudioleiter Maurice Lenhard – und überraschten ihn: Statt zu singen, musste er zunächst einen Geschäftsmann vorspielen, der sich in eine Katze verwandelt. Die Übung gelang. Jetzt ist Trevor Haumschilt-Rocha im Opernstudio und bald als Morales in „Carmen“ zu hören.
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