Wenig Hoffnung. Was war das nun, was 18. August 2025 im Weißen Haus in Washington stattfand? Wo Donald Trump zunächst Wolodymyr Selenskyj und dann auch noch die führenden Köpfe Europas von Ursula von der Leyen über Keir Starmer, Emmanuel Macron bis Giorgia Meloni zu Gast hatte, um über die Beendigung des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine zu beraten. „Möglicherweise ein erstes Schrittchen in Richtung Frieden“, hatte ich in einer nächtlichen ersten Betrachtung im gestrigen Newsletter geschrieben. Und gemeint, es könne sein, dass diese Gespräche gemeinsam mit dem Putin-Trump-Gipfel in der Vorwoche der Anfang vom Ende des Krieges seien. Möglich sei aber genauso, dass dieser mit all seinen Schrecken weiterginge. So oder so ähnlich ist auch das Bild 24 Stunden später. In der heutigen Ausgabe der „Krone“ zitieren wir unter anderem den Russland-Experten Gerhard Mangott, der wenig Hoffnung auf einen Zweier-Gipfel Selenskyj-Putin, den Trump und der deutsche Kanzler Merz „innerhalb der nächsten zwei Wochen“ in Aussicht stellten. Was bleibt also an Positivem?
Die Bräune von Merz. Für den Experten Alexander Dubowy war das Positive am Washington-Gipfel, „dass Europa gelernt hat, mit Trump umzugehen“. Und wie sah dieses „Umgehen“ aus? Man schmeichelte einander bis zur Unerträglichkeit, das Ganze mit „Süßholzraspeln“ zu umschreiben wäre zu milde. Wobei nicht nur die Europäer über die Schleimspur rutschten, auch der von den Europäern mit Lob überschüttete Trump bedankte sich auf seine Art. „Du siehst großartig mit Deinem Teint aus. Wo hast du diese Bräune nur her? Die hätte ich auch gern“, äußerte er gegenüber dem deutschen Kanzler Friedrich Merz, der seinen Sommerurlaub für den Gipfel unterbrochen hatte. Und den ebenfalls mitgereisten finnischen Staatschef Alexander Stubb lobte Trump, „er ist ein sehr, sehr guter Golf-Spieler“. Ja, das ist das weltpolitische Niveau 2025 …
Kommen Sie gut durch den Mittwoch!
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