Villach steht nach dem tödlichen Messerattentat noch immer unter Schock, in Wien konnte die Polizei einen Anschlag auf den Westbahnhof gerade noch vereiteln. Mit Conny Bischofberger spricht Peter Kaiser (66) über Wut und Trauer, seine Verantwortung als Kärntner Landeshauptmann und die Ohnmacht der Politik im Umgang mit Islamisten mitten unter uns.
Auf den Bildschirmen im Klagenfurter Landesregierungsgebäude mit dem berühmten Spiegelsaal brennt eine virtuelle Kerze, gehalten von zwei Händen. „Kärnten trauert“ steht in schwarzer Schrift darüber. Auch der Landeshauptmann trägt am Freitagnachmittag noch immer einen dunklen Anzug mit Weste.
Unter dem Besprechungstisch, der mit einem Kärntner Reindling gedeckt ist, steht ein schwarzer Hocker. „Sie sitzen einem wertvollen Mann gegenüber“, klärt Peter Kaiser auf, „ich habe seit Jänner ein künstliches Knie aus Titan, da ist es gut, manchmal das Bein hochzulagern.“ Kurzes Lächeln aus seinen freundlichen, braunen Augen.
An der Wand hängt ein Schwarz-Weiß-Porträt von Bruno Kreisky und es fühlt sich so an, alt hörte „der Alte“ uns zu.
„Krone“: Herr Landeshauptmann, Sie haben diese Woche ein flammendes Posting an Elon Musk geschickt. Hat er sich schon gemeldet?
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