Ob Inserat oder Stellengesuch - die Ausgangssituation ist fast immer dieselbe: Ein unbedarfter Nutzer gibt im Internet leichtfertig seine private Telefonnummer preis. Dass dies schwerwiegende Folgen haben kann, versucht die Website "Textastrophe" zu verdeutlichen, indem sie ebenjene unvorsichtige Nutzer auf spaßige Art und Weise zu mehr Vorsicht mahnt. "Denken Sie daran, wenn Sie Ihre Telefonnummer das nächste Mal öffentlichen preisgeben", heißt es auf der Website.
Da wäre zum Beispiel der vermeintliche Schüler, der beim online inserierenden Airbrush-Designer um ein nicht ganz jugendfreies Gemächt-Gemälde für die Kühlerhaube seines Schuldirektors anfragt. Oder die beiden Freunde, die von Walter, dem Bulldozer-Verleiher, einen Bagger benötigen, um einen Swimmingpool auszuheben. Dass sie dabei schlussendlich auf Höhlenmalereien und sogar einen echten Höhlenmenschen stoßen, verleitet schließlich auch Walter zu der Annahme, dass er hier einem SMS-Scherz aufgesessen ist.
Alle auf der Website geschilderten Fälle gingen letztlich glimpflich aus – auch für die Spaßbolde von "Textastrophe", denen mehr als einmal mit der Polizei gedroht wurde. Allerdings hätten die Telefonnummern auch schnell in falsche Hände geraten können. So machte der Sicherheitsanbieter G Data etwa erst kürzlich darauf aufmerksam, dass Cyberkriminelle derzeit vermehrt per Telefon versuchen, sich Zugriff auf die Rechner ihrer Opfer zu verschaffen und persönliche Informationen zu ergaunern (siehe Infobox).
Wer etwas online inseriert, sollte daher davon absehen, seine Telefonnummer öffentlich preiszugeben. Besser ist es, bei einem kostenlosen Webmail-Anbieter einzig zu diesem Zweck eine neue E-Mail-Adresse anzulegen, über die sich Interessierte melden können. Der eigene Posteingang bleibt so frei von unfreiwilligen Spam-Nachrichten, die oftmals Schadcode beinhalten.
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