Prestigeprojekt

Microsofts erstes Infozentrum entsteht in Berlin

Web
25.06.2013 14:22
Der US-Softwarekonzern Microsoft will mit einem groß angelegten Infozentrum in der deutschen Bundeshauptstadt Flagge zeigen. Am Dienstag startete der Geschäftsführer von Microsoft Deutschland, Christian P. Illek, symbolisch die Umbauarbeiten in dem zentral gelegenen historischen Gebäude, in dem das Microsoft-Zentrum untergebracht wird. Die Bauarbeiten sollen bis Herbst abgeschlossen sein.

Im Gegensatz zu Flagship-Stores von Konkurrenten wie Apple werden in Microsofts Räumen keine Produkte verkauft. "Wir schaffen hier eine entspannte Atmosphäre, in der sich die Menschen ohne Verkaufsdruck informieren und in Ruhe spannende Produkte ausprobieren können", sagte Illek. Wie das IT-Portal "WinFuture" berichtet, ist es die weltweit erste derartige Einrichtung, die Microsoft eröffnet.

Microsoft-Café soll Passanten anlocken
Anwender von Microsoft-Produkten können mit Technikern sprechen, wenn sie Fragen zu den Programmen haben oder Probleme lösen wollen. Microsoft richtet sich mit dem Café "The Digital Eatery" auch an Passanten, die sich im Erdgeschoß über Microsoft-Produkte wie den Tablet-Computer Surface, die Spielekonsole Xbox oder Geräte mit dem Microsoft-System Windows Phone informieren können.

"Das Konzept des Centers in Berlin ist für Microsoft auch weltweit einzigartig" und werde konzernweit beachtet, sagte Illek. Sein Unternehmen wolle die Menschen unter dem Motto "Get in Touch" mit modernen Technologien in Berührung bringen. "Die Technik muss sich dem Menschen anpassen und nicht umgekehrt", sagte Illek. Um diesen Wandel umzusetzen, brauche Microsoft den intensiven Dialog mit den Nutzern.

Microsoft sucht Dialog mit Wirtschaft und Politik
Im Microsoft Center sollen auch Start-ups in Berlin angesprochen werden, Studenten und Entwickler sollen optimale Arbeitsbedingungen vorfinden. Die Gründerförderung werde neben technischen Themen auch die juristische Beratung und die Kontaktaufnahme zu "Business Angels" umfassen, die den Unternehmensgründern mit Ratschlägen bei der Umsetzung ihrer Geschäftsmodelle zur Seite stehen.

Weiterhin sollen in dem Gebäude die rund 30 Microsoft-Mitarbeiter untergebracht werden, die für den Dialog mit Politik und Verbänden in der deutschen Bundeshauptstadt zuständig sind. Mittelfristig sollen alle 150 Berliner Microsoft-Beschäftigte dort arbeiten.

Mit der prominenten Lage wolle man ein Zeichen für die Bedeutung des Standorts Berlin setzen, sagte Illek. Auf dem Boulevard Unter den Linden seien jeden Tag durchschnittlich 135.000 Fußgänger unterwegs, sodass ein hohes Maß an Aufmerksamkeit gesichert sei.

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