Das Geschäft des deutschen Autobauers Mercedes-Benz schwächelte zuletzt – nun hat das Unternehmen einen Sparkurs angekündigt. Wie die Kosten genau reduziert werden sollen, ließ eine Sprecherin aber vorerst offen.
Bei den Fixkosten werde bereits eingespart, hieß es. „Diesen Weg gehen wir unaufgeregt, aber äußerst konsequent weiter.“ Ob Stellen gestrichen werden, ließ der Autobauer unbeantwortet. Die Beschäftigungssicherung stehe aber nicht infrage. Diese gilt für den Großteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland und schließt betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2029 aus.
Laut deutschen Medienberichten hat die Spitze das Management am Mittwoch auf einen verschärften Sparkurs eingeschworen. Konkrete Maßnahmen seien aber nicht genannt worden, heißt es. Das Ziel ist es, in den kommenden Jahren jährlich mehrere Milliarden Euro einzusparen.
Der Autobauer begründet mit der angespannten Situation in der Industrie. Mercedes hatte Ende Oktober einen Gewinneinbruch für das dritte Quartal vermeldet: Das Konzernergebnis fiel im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte auf 1,72 Milliarden Euro. Der Umsatz ging um 6,7 Prozent auf 34,5 Milliarden Euro zurück. Diese Finanzergebnisse entsprächen nicht den Ansprüchen, die man bei Mercedes habe, sagte Finanzchef Harald Wilhelm damals.
Die Finanzergebnisse entsprechen nicht den Ansprüchen, die man bei Mercedes hat.
Finanzchef Harald Wilhelm
Schwierigkeiten in China
Das Unternehmen hat derzeit vor allem in China Schwierigkeiten. Die teuren Modelle mit dem Stern laufen nicht so gut wie gedacht. Sie sind aber das Kernelement der Strategie des Konzernchefs, die in den vergangenen Jahren noch Rekorde eingebracht haben. Mit der Wirtschaftsflaute in China sind die wohlhabenden Kundinnen und Kunden unerwartet sparsam geworden. Zudem wächst die Konkurrenz heimischer Autobauer in dem Land.
Probleme haben unter anderem auch VW und Ford.
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