Nach dem erschütternden Todesdrama im Wachzimmer der Türk-Kaserne in Spittal an der Drau wurde die verhängte Untersuchungshaft gegen den verdächtigen Schützen um mindestens ein Monat verlängert.
„Ich kann bestätigen, dass die Untersuchungshaft aufgrund des dringenden Tatverdachts des Mordes gegen den Verdächtigen bis zum 9. Dezember 2024 verlängert worden ist“, so Christian Liebhauser-Karl, Sprecher des Landesgerichts Klagenfurt zur „Krone“. Wie ausführlich berichtet, hat die Staatsanwaltschaft erhebliche Zweifel an der Unfalltheorie des 20-jährigen Wachsoldaten.
Demnach habe Lukas P. nach der zu Boden fallenden Glock-Pistole gegriffen, dabei unabsichtlich den Abzug gedrückt und Opfer Mustafa P. tödlich getroffen. Für den 21-Jährigen gab es keine Rettung – der Rekrut, der sich aufgrund eines verhängten Ausgangsverbotes an jenem Nachmittag im Wachzimmer melden hat müssen, verstarb.
Der Richter hatte den Antrag der Staatsanwaltschaft vor rund zwei Wochen auf U-Haft genehmigt. Verdunkelungs- und Tatbegehungsgefahr, so die Begründung. Am Freitag wurde die Untersuchungshaft nach Haftprüfung jetzt verlängert. Der Strafverteidiger des Verdächtigen hat dagegen laut „Krone“-Informationen keine Beschwerde eingereicht.
Gutachten sollten rechtzeitig da sein
Bis zum 9. Dezember sollten dann auch die schriftlichen Gutachten der Obduktion und der waffentechnischen Untersuchungen vorliegen. Sollten diese schneller fertiggestellt sein bzw. neue Ermittlungskenntnisse die abenteuerliche Theorie des 20-jährigen Wachsoldaten stützen, könne dieser aber auch schon früher aus der U-Haft entlassen werden. Davon geht aber zum jetzigen Zeitpunkt niemand aus.
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