Eine unfassbare Tragödie! In der Türk-Kaserne in Spittal an der Drau ist am Dienstag ein 21-jähriger Grundwehrdiener von seinem Kollegen angeschossen und sehr schwer verletzt worden. Er erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Der Vorfall ereignete sich kurz nach 16 Uhr, wie das Bundesheer mitteilte. Der Schuss löste sich aus der Pistole eines 21-jährigen Wachsoldaten und traf den 21-jährigen Rekruten in den Brustbereich.
Verletzter Soldat mit Hubschrauber in Spital geflogen
Bei beiden Soldaten handelt es sich um Grundwehrdiener, sie gehören dem Militärkommando Kärnten an und stammen aus dem Bezirk Spittal an der Drau. Der Wachsoldat hat den Dienstrang Gefreiter.
Der Hergang des Vorfalles ist zu prüfen. Das Landeskriminalamt Kärnten und eine Unfallkommission des Militärkommandos arbeiten daran.
Oberst Michael Bauer, Sprecher im Verteidigungsministerium
Der verletzte Soldat wurde umgehend versorgt und mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus geflogen. „Über den Gesundheitszustand des verletzten Soldaten kann ich nichts sagen“, so Oberst Michael Bauer, Sprecher im Verteidigungsministerium, am Abend zur „Krone“. Bald darauf herrschte traurige Gewissheit: Die Verletzungen waren derart schwer gewesen, dass der Grundwehrdiener nicht überlebt hat.
Unfassbar! Das lässt keinen von uns kalt.
Major Christoph Hofmeister, Presseoffizier des Militärkommandos Kärnten
Ein Militärpsychologe betreut die Personen in der Kaserne; auch die Eltern des viel zu jung verstorbenen Mannes bekommen Hilfe.
Auch Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bedauert den tragischen Tod: „Der heutige Vorfall in der Kärntner Türk-Kaserne erschüttert uns sehr. Das Bundesheer und ich sind tief betroffen über diesen tragischen Vorfall. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie und seinen Kameraden.”
Bereits im Jahr 2018 war es in dieser Kaserne zu einem Drama gekommen: Ein 19-jähriger Grundwehrdiener hatte sich selbst mit dem StG 77 in den Kopf geschossen.
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