Deutlicher Effekt

Wie Diabetiker ihre Nieren besser schützen können

Wissen
31.10.2024 12:30
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein britisch-österreichisches Autorenteam hat den deutlichen Effekt der Ernährung von Zuckerkranken auf diese chronische Nierenerkrankung nachgewiesen. Eine gesunde, pflanzlich basierte Ernährung verringert das Risiko um etwa ein Viertel, eine ungesunde Ernährung erhöht die Gefährdung um mehr als ein Drittel.

Die Schädigung der Nieren ist eine der gefürchtetsten Komplikationen von Diabetes. 

Neben Netzhautschäden bis hin zu drohender Erblindung, Herzinfarkten, Schlaganfällen etc. durch beschleunigte Atherosklerose und Durchblutungsstörungen der Beine ist bei Diabetes ein fortschreitendes Nierenversagen eine mindestens ebenso gefährliche Langzeitkomplikation.

Zahlen aus Deutschland haben gezeigt, dass rund 40 Prozent der Patienten mit Typ-2-Diabetes eine eingeschränkte Nierenfunktion aufweisen. Bei schließlich auftretendem Versagen der Organe ist regelmäßige Dialyse oder eine Nierentransplantation unumgänglich. Eine gute Blutzuckereinstellung mit Kontrolle der Atheroskleroserisiken (Cholesterin, Blutdruck etc.) ist medizinisch gesehen die beste Vorsorge.

Lebensstilfaktoren sind entscheidend für die Gesundheit, besonders bei Typ-2-Diabetes. Eine Studie der UK-Biobank mit 7747 Diabetikern über mehr als 10 Jahre zeigte, dass Ernährung einen großen Einfluss hat. Fast die Hälfte der Teilnehmer war adipös, und das Durchschnittsalter betrug 58,8 Jahre.

Die Forscher rund um Martina Gaggl und Tilman Kühn vom Zentrum für Public Health der MedUni Wien unterscheiden zwischen gesunden und ungesunden pflanzlichen Lebensmitteln. Gesunde Lebensmittel umfassen Vollkorn, Obst, Gemüse, Nüsse und Hülsenfrüchte, während ungesunde Optionen wie Fruchtsäfte, Süßigkeiten und raffiniertes Getreide bewertet wurden. Tierische Fette und Fleisch wurden in beiden Gruppen als negativ eingestuft.

Zusammenfassung der Ergebnisse
Eine gesunde pflanzliche Ernährung reduzierte das Risiko für chronische Nierenerkrankungen (CKD) um 24 Prozent, während eine ungesunde Ernährung das Risiko um 35 Prozent erhöhte. Während der Studie entwickelten 13,3 Prozent der Diabetiker eine CKD. In Österreich sind mindestens 600.000 Menschen von Diabetes betroffen.

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