Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil hatte Sonntag einen Vorstoß gewagt. Jetzt setzt seine Partei nach. Der SPÖ-Landtagsklub bekräftigt die Forderung, den Karfreitag als gesetzlichen Feiertag für alle einzuführen.
„Es ist unverständlich, warum die ehemalige ÖVP-FPÖ-Bundesregierung unter Sebastian Kurz und mit Norbert Hofer im Jahr 2019 den Karfreitag als gesetzlichen Feiertag für Protestanten, Altkatholiken und Methodisten einfach gestrichen hatte“, gibt der sozialdemokratische Klubobmann Roland Fürst zu bedenken.
„Abschaffung unerklärlich“
Die Abschaffung ausgelöst hatte der Fall eines Arbeitnehmers, der keiner der betroffenen Kirchen angehörte und auf Feiertagsentgelt klagte. Der Europäische Gerichtshof entschied Anfang 2019, dass die österreichische Regelung für den Karfreitag nicht den EU-Gleichbehandlungsrichtlinien entspreche. Seither kann der Karfreitag als persönlicher Feiertag begangen werden, für den aber Urlaub zu nehmen ist.
Karfreitag als Feiertag ist im Regierungsprogramm des Burgenlandes längst verankert. Bedienstete des Landes haben demnach frei, das gilt für alle.
Roland Fürst, Klubobmann der SPÖ
Ein Stück Identität
Die Forderung nach einer Rückkehr zum gesetzlichen Feiertag, gerichtet an die zukünftige Bundesregierung, will der SPÖ-Klub per Entschließungsantrag am 14. November im Landtag einbringen. Mehr als 30.000 Burgenländer bekennen sich zur evangelischen Gemeinschaft, die größte evangelische Gemeinde mit 3300 Mitgliedern ist Gols.
Bürgermeister Kilian Brandstätter: „Wir unterstützen das Volksbegehren ,Karfreitag-Feiertag für Alle’ und die aktuelle Petition zu 100 Prozent. Denn der Karfreitag ist ein Tag der Besinnung, der Tradition und des Glaubens. Mit der Abschaffung wurde vielen Menschen ein Stück Identität genommen.“
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