Über Grenze gerast

Flucht mit Luxuswagen endet nach 37 Kilometern

Tirol
01.05.2026 13:01

Spektakuläre und gefährliche Szenen in der Nacht auf Freitag zwischen dem bayerischen Garmisch-Partenkirchen und Zirl in Tirol: Ein Tempobolzer (66) flüchtete vor der deutschen Bundespolizei über die Grenze. Erst ein Unfall am Zirler Berg, bei dem es auch zu einer Kollision mit einem unbeteiligten Pkw kam, konnte den Raser stoppen. Drei Personen wurden verletzt!

Kurz vor Mitternacht war der Luxus-Geländewagen zwischen Kaltenbrunn und Gerold bei Garmisch-Partenkirchen ins Visier der deutschen Bundespolizei geraten. Der Lenker war offenbar viel zu schnell auf der B2 unterwegs. Doch anstatt anzuhalten, drückte der Lenker – ein 66-jähriger Deutscher, der in Begleitung eines Landsmanns (60) und einer Rumänin (32) war – gehörig aufs Gas und flüchtete.

Über Grenze und durch Umfahrungstunnel
Es war dies der Beginn einer wilden Verfolgungsjagd, die vorbei an Mittenwald über die Grenze nach Tirol führte. Auch auf österreichischem Boden setzte der mutmaßliche Tempobolzer seine Flucht fort – durch den Umfahrungstunnel bei Scharnitz, vorbei an Seefeld und Reith. Sämtliche Anhalteversuche – inzwischen auch von der österreichischen Polizei – wurden vom Lenker ignoriert.

Endstation auf steiler Bergstraße
Doch dann kam der Zirler Berg – ein Abschnitt der B177 Seefelder Straße mit bis zu 16 Prozent Gefälle. Und damit hatte der flüchtende Lenker so seine Probleme. Der Mercedes (G-Klasse) kam in einer Kurve von der Fahrbahn ab, krachte gegen die Böschung und wurde schließlich gegen ein unbeteiligtes Auto geschleudert. Endstation nach rund 37 Kilometern Flucht!

Zitat Icon

Ein beim Lenker durchgeführter Alko- und Drogentest verlief negativ.

Polizeisprecher Stefan Eder zur „Krone“

Beide Fahrzeuge wurden massiv beschädigt. Die Insassen des unbeteiligten Pkw – zwei Einheimische im Alter von 30 und 34 Jahren – erlitten leichte Verletzungen. Sie seien – wie auch die rumänische Insassin des Fluchtwagens – mit der Rettung ins Krankenhaus Hall eingeliefert worden.

Fahrer hat keinen Führerschein
„Der 66-jährige Lenker und der 60-jährige Beifahrer blieben unverletzt“, schildert Polizeisprecher Stefan Eder auf „Krone“-Nachfrage. Ein beim Fahrer durchgeführter Alko- und Drogentest sei negativ verlaufen. Allerdings besitze er keinen Führerschein. Er wird angezeigt – so wie auch der Beifahrer, der die Polizisten vor Ort gefährlich bedroht haben soll.

Die Seefelder Straße war im Bereich der Unfallstelle bis etwa 2 Uhr gesperrt. Neben Polizei und Rettung stand auch die Feuerwehr Zirl im Einsatz.

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