Was machen Finnlands Schulen besser als jene in Österreich? Eine Delegation rund um Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister mit Wirtschaftskammer und Bildungsdirektion machte sich auf den Weg in den hohen Norden, um sich vor Ort Tipps fürs weite Land zu holen.
Denn Finnland ist bekannt für sein ausgezeichnetes Bildungssystem. Früh beginnende Digitalisierung, Chancengleichheit und eine gemeinsame Schule für alle sechs- bis 14-Jährigen sind nur einige der Gründe dafür, warum Finnland bei der PISA-Studie immer auf den vordersten Plätzen rangiert.
Blick über den Tellerrand
„Wir haben uns auf die Reise gemacht, um etwas über den Tellerrand zu schauen“, so Teschl-Hofmeister. „Denn die nordischen Staaten werden immer wieder als Vorbilder genannt“. Ein Besuch in einer dieser Gesamtschulen in Helsinki veranschaulicht es: Schreib-, Lese- und Medienkompetenz, handwerkliches Arbeiten, Sport sowie Inklusion werden hier großgeschrieben.

Die Finnen machen vieles sehr gut, aber unser Bildungssystem braucht sich auch nicht zu verstecken.
Bildungsdirektor Karl Fritthum,
Auch der finnischen Bildungsagentur wurde ein Besuch abgestattet. Hier ist man stolz auf die gut ausgebildeten Pädagogen, denn diese genießen hier einen ähnlichen Ruf wie Juristen oder Ärzte.
Wirtschaft profitiert von guter Ausbildung
Der enge Zusammenhang zwischen hochwertiger Bildung und wirtschaftlichem Erfolg zeigt sich auch bei einem Besuch des Unternehmens ICEYE, das sich auf Erdbeobachtung mittels Satellitenradar spezialisiert hat. Christian Moser, Vizepräsident der Wirtschaftskammer NÖ, nutzte die Gelegenheit, um wertvolle Kontakte zu heimischen Betrieben zu knüpfen. „Gegründet wurde das Unternehmen von jungen Studienabbrechern“, betont Moser und hebt damit die außergewöhnliche Erfolgsgeschichte dieses Vorzeigebetriebs hervor.
Für Teschl-Hofmeister gibt es bei dieser Exkursion nach Finnland weniger Unterschiede als erwartet: „Lobenswert ist hier vor allem das größere Vertrauen in die Lehrkräfte“, kritisiert sie, dass in Österreich zu viele „von außen mitreden“. „Wichtig wäre mehr Miteinander, mehr Vertrauen und stärkere Einbindung der Eltern“, wünscht sich die Landesrätin für die Zukunft.
Und mit neuen Ideen, Inputs und Anregungen im Gepäck geht es weiter ins nächste EU-Bildungsvorzeigeland, nämlich nach Estland.
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