Nach der Wahl ist vor dem Vergleich: Endlich wurden die Vorzugsstimmen ausgezählt. Indes befindet sich der Kärntner Landtag zwischen Justiz und Wien.
Eigentlich hat die SPÖ nach der Wahlniederlage wenig Grund zu feiern. In Kärnten wurde sie von den Freiheitlichen auf den zweiten Platz verwiesen. SP-Spitzenkandidat Philip Kucher kann aber doch auf einen kleinen Erfolg anstoßen: Er konnte sich bei den Vorzugsstimmen gegen den Freiheitlichen Gernot Darmann behaupten – wenn auch nur knapp.
Während der Blaue insgesamt 8087 Vorzugsstimmen für sich holte, konnte Kucher 8321 Wähler dazu bewegen, seinen Namen auf den Stimmzettel zu schreiben.
Vorzugsstimmenwahlkampf nicht sehr erfolgreich
Weniger erreicht hat VP-Urgestein und -Spitzenkandidat für Kärnten Gabriel Obernosterer; er kam auf 5262 Vorzugsstimmen. Sein Parteikollege Peter Weidinger, der einen intensiven Vorzugsstimmenwahlkampf geführt hat, schafft 4980 – und damit 2020 Vorzugsstimmen weniger als erhofft.
Nach wie vor beschäftigt ist die Justiz mit dem suspendierten Landtagsdirektor Robert Weiß. Lange wurde vermutet, dass ein Schreiben den Stein in Sachen Arbeitsmoral des hohen Beamten ins Rollen brachte. Dabei war es ein anonymer Anruf vor Weihnachten – mit den Worten, dass „der Landtagsdirektor nie im Amt ist und das schon seit Jahren so geht.“ Während Justitia versucht, Licht ins Dunkel zu bringen, fordert der Landtag mehr Tempo.
Apropos Landtag: In der gestrigen Sitzung wurden zahlreiche Forderungen an die zukünftige Bundesregierung verabschiedet. Wie berichtet: vorrangig Infrastrukturprojekte. Hoffentlich bleibt es nicht nur bei Forderungen ...
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