„Retterin Amerikas“
Kamala Harris nahm Nominierung als Kandidatin an
US-Vizepräsidentin Kamala Harris hat ihre Nominierung als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten offiziell angenommen. Sie kämpfe für einen „neuen Weg voran“ und wolle die „Präsidentin aller Amerikaner“ werden, sagte die 59-Jährige am Donnerstagabend (Ortszeit) beim Parteitag in Chicago. Inszeniert wurde sie als „Retterin Amerikas“ und Beschützerin der Schwachen.
Die amtierende US-Vizepräsidentin wurde mit minutenlangem Applaus in der Parteitagshalle empfangen. Ihre Rede wurde immer wieder von Jubel und Sprechchören unterbrochen. Harris redete ihrer Partei ins Gewissen, dass enorm viel auf dem Spiel stehe, und sie rief das Land auf zusammenzukommen.
Harris bezeichnete die US-Präsidentschaftswahl im November als eine der wichtigsten in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Die Wahl sei „nicht nur die wichtigste unseres Lebens, sondern auch eine der wichtigsten im Leben unserer Nation“, so die Vizepräsidentin. Die Konsequenzen, falls der Republikaner Donald Trump wieder ins Weiße Haus einziehen sollte, seien „extrem ernsthaft“.
Ihre Landsleute hätten die Chance, einen neuen Weg nach vorn zu beschreiten, „nicht als Mitglieder einer bestimmten Partei oder Fraktion, sondern als Amerikaner“. Sie wolle eine Präsidentin sein, „die führt und zuhört, die realistisch ist, praktisch und gesunden Menschenverstand hat“. Sie werde immer für das amerikanische Volk kämpfen. Harris sagte, sie sei in ihrem Leben oft unterschätzt worden. Doch habe sie nie aufgegeben, „weil es sich immer lohnt, für die Zukunft zu kämpfen“.
Hilfe für Ukraine bleibt bestehen
Harris bekannte sich klar zur NATO und versprach, der von Russland angegriffenen Ukraine weiter beizustehen. „Ich werde fest an der Seite der Ukraine und unserer NATO-Verbündeten stehen“, sagte sie. Trump hingegen habe damit gedroht, die NATO im Stich zu lassen, sagte Harris. Auch habe er den russischen Präsidenten Wladimir Putin dazu ermutigt, in Europa einzumarschieren.
Abschlussrede am Hochzeitstag
Sie betonte, dass sie immer für Israels Recht auf Selbstverteidigung eintreten werde. US-Präsident Joe Biden und sie selbst arbeiteten Tag und Nacht daran, den Krieg im Gazastreifen zu beenden. Ihrem Mann machte sie eine Liebeserklärung: „Ich liebe dich so sehr, Dougie. Alles Gute zum Hochzeitstag.“
Weibliche Stars unterstützen Harris
Der viertägige Parteitag endete mit einer großen Show. US-Superstar Pink trat gemeinsam mit ihrer Tochter Willow auf. Die beiden performten den Hit „What About Us“ in einer Akustikversion. Die weibliche Country-Band „The Chicks“ sang die Nationalhymne. Die Schauspielerinnen Eva Longoria und Kerry Washington warben für Harris.
Trump-Parteitag von Männern dominiert
Das steht in starkem Kontrast zum Parteitag der Republikaner im Juli in Milwaukee, wo Trump beim großen Finale vor allem von Männern gehuldigt worden war. Seine Laudatoren am letzten Abend dort waren Ex-Wrestler Hulk Hogan und der Chef der Kampfsport-Organisation UFC, Dana White. Der Rockmusiker Kid Rock war der musikalische Star für Trump, der die Menge mit „Kämpft! Kämpft!“-Rufen anheizte.












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