Rückenwind für Harris

Obama kreiert neuen Schlachtruf: „Yes, she can!“

Außenpolitik
21.08.2024 10:20
Porträt von krone.at
Von krone.at

In höchsten Tönen hat Ex-US-Präsident Barack Obama seine demokratische Parteikollegin, Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris, gelobt. „Kamala Harris ist bereit für den Job“, versicherte er beim Parteitag in Chicago. „Yes, she can!“, sagte er in Anspielung auf seinen eigenen Wahlkampf-Schlachtruf „Yes, we can!“.

Damit löste er sofort entsprechende Sprechchöre der mehreren Tausend Delegierten in der Halle aus. Auch später wurde seine Rede erneut mit „Yes, she can!“-Rufen unterbrochen.

„Jemand, der euch sieht und euch zuhört“
„Wir haben die Chance, jemanden zu wählen, der sein ganzes Leben damit verbracht hat, den Menschen die gleichen Chancen zu geben, die Amerika ihr gegeben hat. Jemanden, der euch sieht und euch zuhört“, sagte Obama über Harris. „Sie wird sich für jeden Amerikaner einsetzen.“

„Trump hört nicht mehr auf, über seine Probleme zu jammern“
Gleichzeitig ritt Obama eine Attacke auf den republikanischen Kandidaten Donald Trump. Dieser sei 78-jähriger Milliardär, der nicht mehr aufhöre, über seine Probleme zu jammern, seit er vor neun Jahren seine goldene Rolltreppe hinuntergefahren sei. Obama nahm damit Bezug auf den Moment, als Trump im Jahr 2015 zum ersten Mal seine Präsidentschaftsbewerbung verkündete.

Obama war beim Parteitag der Demokraten in Chicago in seinem Element.
Obama war beim Parteitag der Demokraten in Chicago in seinem Element.(Bild: AFP/APA/CHARLY TRIBALLEAU)

„Wir haben diesen Film schon einmal gesehen, und wir alle wissen, dass die Fortsetzung in der Regel noch schlimmer ist“, sagte Obama mit Blick auf eine mögliche zweite Amtszeit Trumps.

„Lasst uns an die Arbeit gehen“
„Es wird ein enges Rennen“, mahnte Obama zugleich mit Blick auf den Wahlkampf. Doch wenn die Partei in den verbleibenden elf Wochen bis zur Wahl arbeite „wie nie zuvor“, dann könne Harris die nächste Präsidentin werden. „Lasst uns an die Arbeit gehen.“

Auch Ex-First-Lady Michelle Obama kam in Chicago zu Wort.
Auch Ex-First-Lady Michelle Obama kam in Chicago zu Wort.(Bild: AP/Brynn Anderson)

Zuvor hatte Ex-First-Lady Michelle Obama gesagt, die Hoffnung feiere ein Comeback. „Etwas Magisches und Wunderbares liegt in der Luft“, sagte sie und attackierte Trump ebenfalls scharf. „Jahrelang hat Donald Trump alles in seiner Macht Stehende getan, um die Menschen dazu zu bringen, sich vor uns zu fürchten, weil er sich durch seine begrenzte, engstirnige Weltsicht von der Existenz zweier hart arbeitender, hochgebildeter und erfolgreicher Menschen bedroht fühlte, die zufälligerweise auch noch schwarz sind“, sagte sie mit Blick auf ihren Mann und die gemeinsame Zeit im Weißen Haus.

Finale mit Harris-Rede
Harris selbst soll in der Nacht auf Freitag eine große Rede beim Parteitag halten. Der Auftritt der 59-Jährigen ist das große Finale der viertägigen Versammlung, die vor allem dazu dienen soll, Harris und ihren Vizekandidaten Tim Walz zu zelebrieren und dem Duo Schwung für den weiteren Wahlkampf zu geben.

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