Wie viele von ihnen bereit sein werden, für derartige Services Geld springen zu lassen, vermochte Alexandra Senoner, Sprecherin der Wiener 123people-Gesellschaft yelster digital gmbh, am Dienstag nicht zu sagen. "Wenn der Service gut genug ist, werden die Leute sagen, das ist es mir wert", meinte sie.
Ob 123people dabei auch vom recht schlampigen Umgang von Facebook mit den Daten seiner Nutzer profitiert? "Das ist sicher ein Argument für unser Service." Auf Facebook sei die Kontrolle der persönlichen Informationen "sehr mühselig zu handhaben", das Thema Datenschutz "sehr undurchsichtig", so Senoner.
Schutz fürs Facebook-Profil
Abhilfe schaffen soll da der "Social Network Monitor", der das eigene Facebook-Profil durchleuchtet und auf Sicherheitslücken in den Privatsphäreneinstellungen sowie rufschädigende Postings in der eigenen Timeline hinweist. Das Programm schlägt Alarm, wenn der Nutzer allzu freizügig mit persönlichen Informationen umgeht.
Oder: "Wenn man zum Beispiel einen Freund hat, der immer wieder sexistischen Content postet, ist das nicht gut für die Reputation", sagte Senoner. Auch, 500 "Freunden" seine Religionszugehörigkeit zu verraten, sei nicht klug. Den Dienst gibt es ab 4,99 Euro im Monat, die ersten 30 Tage kann er kostenlos getestet werden.
Hilfe für danach
"Wenn es dann zu spät ist", soll der "Webcleaner" zum Einsatz kommen. 123people verspricht, unerwünschte persönliche Inhalte auch von fremden Plattformen zu entfernen. Pro Auftrag verlangt das Unternehmen 19,90 Euro - unabhängig vom Aufwand, so Senoner. Wobei 123people damit auf Facebook nur begrenzt erfolgreich sein wird: "Wir können nichts entfernen, was ein anderer User gepostet hat."
Hauptsächlich gehe es um das Löschen von Kommentaren in Foren. Von den bisher angenommen Aufträgen - ein paar hundert - seien 85 Prozent erfolgreich abgeschlossen worden. Wenn das Begehr nicht erfüllt werden kann, bekommen die Kunden ihr Geld zurück - aber nur, wenn sie dies aktiv fordern.
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