Intelligente Netze sollen in Zukunft die Integration erneuerbarer Energien in die Stromnetze ermöglichen und dabei helfen, den Energieverbrauch durch Koordination von Produktion und Verbrauch zu senken. Doch intelligente Stromnetze und -zähler - bis 2019 wird jeder österreichische Haushalt mit einem sogenannten Smart Meter ausgestattet - nutzen moderne Informations- und Kommunikationstechnologien. Mit deren Hilfe sollen künftig über komplexe Algorithmen die Erzeugung, Verteilung, Speicherung und der Verbrauch von Strom geregelt werden.
Was man alles aus dem aufgezeichneten Stromverbrauch herauslesen kann, hängt davon ab, wie oft die Daten ausgelesen werden. Wo Smart Meter bereits vorhanden sind, werden in Österreich derzeit alle 15 Minuten Werte gesammelt, der Energieversorger erhält also einmal täglich die Werte von 96 Messungen, so der Leiter des neuen Josef-Ressel-Zentrums der FH Salzburg, Dominik Engel. "Um das volle Potenzial der Smart Grids ausschöpfen zu können, wird eine deutlich geringere Intervallgröße notwendig sein", sagte Engel.
"Vertrauenspaket für die Endanwender"
"Was am Ende unseres Projekts herauskommen soll, ist ein Vertrauenspaket für die Endanwender", so Engel. Man wird sich vor allem auf Softwareentwicklung konzentrieren. Diese soll gewährleisten, dass der Benutzer beispielsweise Einfluss darauf hat, wer seine Lastdaten in welcher Auflösung einsehen kann, dass sie ausreichend anonymisiert und verschlüsselt sind und vor Eingriffen von außen etwa durch Hacker geschützt sind.
Denn ohne funktionierenden Datenschutz sowie Interaktions- und Kontrollmöglichkeiten für den Endbenutzer werden die Einführung und der Ausbau von Smart Grids auf wenig Akzeptanz stoßen, ist der Leiter überzeugt.
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