„Schleichts euch!“ Wütend wollte ein Mann nach dem Alko-Crash seiner Freundin die Polizei und Feuerwehr vom Unfallort vertreiben. Ein Beamter musste im Spital behandelt werden.
In den Monaten Juni bis August steige die Zahl der Alkoholunfälle jedes Jahr sprunghaft an, warnt der ÖAMTC. Erst vergangenen Montag nach 20 Uhr spielten sich auf der B63 zwischen Riedlingsdorf und Pinkafeld wilde Szenen ab.
Lenkerin betrunken
Eine Autofahrerin (18) saß nach einem Unfall mit ihrer Begleiterin zerknirscht am Straßenrand. Beide ließen den Kopf hängen, waren jedoch unverletzt, wie Zeugen berichten. Der verbeulte Pkw, der die Fahrbahn blockierte, war offenbar gegen die Leitschiene geprallt. Die Lenkerin aus dem Bezirk Oberwart hatte weit mehr als ein Promille im Blut, was sich erst später herausstellte.
Freund stark alkoholisiert
Mitten in die Szenerie platzte der Freund der Betrunkenen, als bereits Streifenbeamte vor Ort waren und den Unfall rekonstruierten. Er stieg als Beifahrer aus einem Pkw, der am Bankett abgestellt wurde – nackter Oberkörper, Wunden im Gesicht. Der 23-Jährige wirkte stark alkoholisiert. Sofort war die Stimmung angespannt.
Attacke mit zwei geballten Fäusten
„Feuerwehr verschwinde!“ Die ganze Wut des rabiaten Freundes der Alko-Lenkerin richtete sich gegen die Einsatzkräfte. Der Randalierer wollte selbst das Unfallwrack bergen. Als die Polizisten versuchten, ihn zu beruhigen, ging er mit geballten Fäusten auf einen Beamten los. „Schleichts euch“, schrie der Angreifer. Er wurde überwältigt und in Handfesseln abgeführt. Bei der Abwehr hatte der attackierte Beamte Verletzungen erlitten – im Spital behandelt.
Lang ist die Liste der Vorwürfe, die der Staatsanwaltschaft Eisenstadt vorliegt: Widerstand gegen die Staatsgewalt, gefährliche Drohung, tätlicher Angriff auf einen Beamten, schwere Körperverletzung und fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr.
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