Die gebürtige Tirolerin Julia Chechik ist eine junge Mutter und Influencerin. Nun macht sie über ihre Social-Media-Kanäle ein Schockerlebnis in der Notaufnahme der Klinik Innsbruck öffentlich. Das sorgt für Aufregung und bringt das Krankenhaus in Erklärungsnot.
Julia Chechik ist Weltenbummlerin zwischen Dubai, ihrem aktuellen Wohnort, und Tirol. Die Influencerin teilt in sozialen Medien ihre Erfahrungen als Mutter mit tausenden Followern. Nun berichtet sie in einem emotionalen Video über ein Schockerlebnis in der Klinik Innsbruck und sorgt damit für Wirbel.
Chechik erzählt, wie sie wegen starker Übelkeit in der Nacht in die Notaufnahme musste: „Mir ging’s extrem schlecht. Ich dachte, mein Körper kann jetzt nicht mehr.“ Der kranken Frau wurde zwar geholfen, doch offenbar ganz und gar nicht so, wie erhofft und besprochen. „Uns fehlen die Worte, weil wir nicht wissen, wie so etwas passieren kann“, ist die Influencerin empört.
Was das Krasseste ist: Es hat sich niemand bei mir entschuldigt.
Julia Chechik
Keine Aufklärung, „falsche“ Medikamente
Chechik macht sich auf ihren Online-Kanälen fürs Stillen von Babys stark. Und dann ausgerechnet das: Während sie ihr Kind an der Brust gehabt habe, seien ihr in der Notaufnahme Medikamente gespritzt worden, die mit dem Stillen nicht vereinbar seien. „Und niemand von denen kommt auf die Idee, mir stillfreundliche Medikamente zu geben oder mich vorher aufzuklären.“
Die Krankenschwester habe ihr auf Nachfrage zuerst auch noch versichert, dass es sich lediglich um eine Kochsalzlösung handle. Zwei Tage habe sie in der Folge nicht stillen können. „Mit einem Baby, das keine Flasche nimmt“, verdeutlicht die Influencerin die Auswirkungen. Für sie „das Krasseste“: „Es hat sich niemand bei mir entschuldigt.“
Mangelnde Kommunikation wird eingeräumt
Auf Nachfrage der „Krone“ kommt nun doch eine Entschuldigung aus der Klinik. „Man hätte der Patientin die Faktenlage trotz stressiger Notaufnahme-Situation ausführlicher erklären müssen. Wir müssen uns in diesem Fall für die mangelnde Kommunikation entschuldigen“, wird in einer Stellungnahme eingeräumt.
In diesem Fall habe es allerdings keine medikamentösen Alternativen mit gleicher Wirksamkeit gegeben. Bei einer so ausgeprägten Symptomatik sei das erste Ziel „Erbrechen stoppen, Kreislauf stabilisieren“. Weiter heißt es, dass die Notaufnahme auf die akute Abwendung von Gefahren getrimmt sei und dabei auch eine erzwungene Stillpause in Kauf nehmen müsse.
Ein großer Teil von Julia Chechiks Community reagiert empört und rät ihr zu einer Klage. Diesen Schritt überlegt die Influencerin auch. Über die öffentliche Anklage via sozialen Medien zeigt man sich bei den Tirol Kliniken verwundert. Üblich sei so ein Vorgehen nicht.
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