16.08.2005 16:38 |

Gegen Augenleiden

Bildschirmsignal gegen Augenbrennen am PC

Mit einem Bildschirmsignal können Computer ihre Benutzer erfolgreich zum Blinzeln anhalten, um Sehstörungen vorzubeugen. Über diesen neuen Therapieansatz gegen trockene und brennende Augen am PC berichten Ärzte der Universitätsaugenklinik Tübingen im Fachjournal "Der Ophthalmologe".

Während der Bildschirmarbeit verringern sich die Lidschläge im Mittel von 9,7 auf 4,3 pro Minute. Dadurch vermindert sich der Tränenfilm, was die Augen belastet. In Österreich arbeiten immer mehr Berufstaätige am PC, immer mehr Bildschirmarbeiter klagen über Augenprobleme.

Zu seltenes Blinzeln kann zu roten, brennenden, schmerzenden und lichtempfindlichen Augen sowie verschwommener Sicht führen. Im Extremfall raut sich wegen des dünneren Tränenfilms die Hornhaut auf, was sich oft in Sehstörungen bemerkbar macht. Werden die Beschwerden nicht behandelt, kann die natürliche Widerstandskraft des Auges gegen Krankheitserreger beeinträchtigt werden.

Der neue Therapieansatz koppelt den Lidschlag an akustische oder optische Reize. In ersten Untersuchungen animierte ein Signal auf dem Bildschirm den PC-Nutzer zum Lidschlag. Nach einiger Zeit erfolge der Lidschlag reflexartig, wenn das Signal erscheine, berichten die Wissenschaftler um Focke Ziemssen. Diese Stimulation reiche aus, um die durch die Bildschirmarbeit gesenkte Lidschlaghäufigkeit wieder auf das Blinzel-Niveau in Ruhe zu steigern.

Augenärzte raten, mindestens jede halbe Stunde die Computerarbeit für einige Minuten zu unterbrechen. Trockene Augen werden normalerweise mit künstlichen Tränen behandelt, die ins Auge getropft werden, aber nur vorübergehende Besserung bringen.

Montag, 21. Juni 2021
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