Kaum hatte der Kleincomputer C64 weltweit Wohn- und Kinderzimmer erobert, da stellte Commodore mit dem Amiga 1000 schon die nächste Heimcomputer-Generation vor. Mit seinen Grafik- und Tonfähigkeiten übertrumpfte der Amiga damals den C64 und vor allem zahlreiche PCs. Der sich drehende karierte 3D-Ball wurde zum Markenzeichen des AMIGA. Mit dem Computer konnte man bereits Videos bearbeiten und WYSIWYG-Layouts am Bildschirm machen.
Bei professionellen Anwendern in Werbeagenturen und Druckereien konnte sich der Amiga 1000 aber nie richtig durchsetzen und zum neuen Standard entwickeln. Hier hatten häufig Atari ST oder Apple die Nase vorn.
Mit den neuen Modellen Amiga 500 und Amiga 2000 legte Commodore zwei Jahre später nach. Der Amiga 500 wurde vor allem bei ehemaligen C64er-Fans zum neuen Liebling. Zahlreiche damals revolutionäre Spiele lösten Begeisterungsstürme aus, die Raubkopier-Szene blühte. Der Amiga 2000 stand als Business-Computer in harter Konkurrenz zu den MS-DOS und Windows-Systemen und konnte sich nicht wirklich durchsetzen. Nach Angaben des 8Bit-Museums wurden bis Ende 1993 in Deutschland rund 28 000 Commodore 1000, 124 000 Amiga 2000 und 1,1 Millionen Amiga 500 verkauft.
Aufgrund zahlreicher Management-Fehler ging Commodore trotz der Erfolge mit C64 und AMIGA Anfang der 90er Jahre in Konkurs. Aber immer noch beschäftigen sich zahlreiche Fans im Netz mit ihrem Computer-Dinosaurier und entwickeln Web-Browser und neue Anwendungen. Mit Hilfe von Emulatoren kann man den AMIGA auf jedem PC wieder zum Leben erwecken. Die Emulatoren sind jedoch auf das AMIGA-Bios (Kickstart.rom) angewiesen, das man derzeit legal nur kaufen kann.
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