Fünf Jahre Kampf
Vom Politgefängnis in Uganda auf die Oscar-Bühne
Zum ersten Mal ist ein Dokumentarfilm aus Uganda für einen Oscar nominiert. Der Film kritisiert ein Regime, das auch mit österreichischen Geldern finanziert wird.
Es war ein merkwürdiger Satz für einen Staatspräsidenten: „Der Mund ist zum Essen da“, meinte Yoweri Museveni, Präsident von Uganda. Der Satz fiel 2018 während der Vorstellung neuer Anti-Homosexualitätsgesetze. Der Mund sei zum Essen da und nicht für Oralsex, meinte der Präsident. Eine zweite mitschwingende Bedeutung: Der Mund ist zum Essen da, und nicht, um den Präsidenten zu kritisieren. Denn Uganda, einst afrikanischer Vorzeigestaat und Kernland der österreichischen Entwicklungshilfe, driftet mehr und mehr in ein autoritäres Regime ab. Für einen der wichtigsten und brutal verfolgten Regimekritiker sind jetzt die Wochen bis zur Oscar-Verleihung entscheidend.


















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