Ein Team um den Psychologen Richard Wiseman von der University of Hertfordshire hatte für die Studie die Träume von 8.000 Personen untersucht, die während des Schlafes mit zufällig ausgewählten Klanglandschaften – von Geräuschen aus der Natur bis hin zu städtischem Verkehrslärm - beschallt worden war.
"Als wir die positiven und negativen Wörter zählten, die von den Personen verwendet wurden, um ihre Träume zu beschreiben, hatten wir erwartet, dass Vogelgezwitscher oder das Plätschern von Bächen usw. die Träume positiv beeinflussen würde", so Wiseman. Doch die Ergebnisse überraschten die Forscher: Tatsächlich fielen die Träume jener Probanden, die etwa Vogelgezwitscher gehört hatten, um 20 Prozent negativer aus als jene der Vergleichsgruppe, die ohne Großstadtlärm oder Geräusche aus der Natur geschlafen hatte.
Außerdem zeigte sich, dass jene Versuchsteilnehmer, die während ihrer REM-Phasen mit Großstadtlärm beschallt wurden, bis zu 30 Prozent erfrischter aufwachten und positiver träumten. Offenbar, so die Forscher, ist ihnen der Klang der Stadt vertrauter und wirke daher beruhigend. Die Wissenschaftler hoffen, dass ihre Erkenntnisse in Zukunft Menschen mit Schlafstörungen und Depressionen, die oft mit schlechten Träumen in Verbindung stehen, helfen können.
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