Rätselhafter Unfall

Tiroler Pkw-Lenker nach Sturz in Ache “untergetaucht”

Österreich
03.07.2012 08:11
Ein rätselhafter Verkehrsunfall hat die Einsatzkräfte im Tiroler Unterland von Sonntagabend an bis Montagmittag in Atem gehalten. Denn nachdem ein 25-Jähriger mit seinem Pkw bei St. Johann in die Fieberbrunner Ache gestürzt war, fehlte von ihm beim Eintreffen der Rettungskräfte jede Spur. Sofort begann man mit der Suche. Ein Anruf des Mannes bei seiner Mutter brachte dieser zwar Erleichterung, doch für die Polizei blieb der Verunfallte bis Montag verschollen.

"Mama, ich hatte einen Unfall, bin aber wohlauf" – so oder so ähnlich dürfte am Sonntag kurz vor 22 Uhr ein 25-Jähriger seine Mutter vor einer schlaflosen Nacht bewahrt haben. Nachdem er mit seinem Wagen in die Fieberbrunner Ache gestürzt war und seine Mutter verständigt hatte, "vergaß" er allerdings, die Polizei zu rufen.

Wenig später bemerkte ein Deutscher auf der Hochkönigstraße eine Bremsspur und schlug Alarm. "Als wir vor Ort eintrafen, war der Lenker verschwunden und ein großer Sucheinsatz samt Hubschrauber wurde ausgelöst. Auch die Bahnstrecke wurde zu unserer Sicherheit gesperrt", so Michael Aufschnaiter, Einsatzleiter des Roten Kreuzes, der "Krone". Trotz der erfreulichen Nachricht, dass der Lenker unverletzt sei, wurde weitergesucht. "Es war unklar, ob sich noch Beifahrer im Wagen befanden", berichtete Aufschnaiter.

Nach Stunden zu Hause wieder aufgetaucht
Erst Montagmittag tauchte der Unfalllenker mit leichten Verletzungen wieder zu Hause bei seiner Mama auf. "Er kann sich an nichts mehr erinnern und steht unter Schock", berichtete die Polizei. "Der Mann wird ärztlich betreut. Ob Alkohol im Spiel war, können wir noch nicht sagen", so die Beamten. Auch ist noch unklar, ob der 25-Jährige die Kosten für die Suchaktion bezahlen muss.

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