"Mama, ich hatte einen Unfall, bin aber wohlauf" – so oder so ähnlich dürfte am Sonntag kurz vor 22 Uhr ein 25-Jähriger seine Mutter vor einer schlaflosen Nacht bewahrt haben. Nachdem er mit seinem Wagen in die Fieberbrunner Ache gestürzt war und seine Mutter verständigt hatte, "vergaß" er allerdings, die Polizei zu rufen.
Wenig später bemerkte ein Deutscher auf der Hochkönigstraße eine Bremsspur und schlug Alarm. "Als wir vor Ort eintrafen, war der Lenker verschwunden und ein großer Sucheinsatz samt Hubschrauber wurde ausgelöst. Auch die Bahnstrecke wurde zu unserer Sicherheit gesperrt", so Michael Aufschnaiter, Einsatzleiter des Roten Kreuzes, der "Krone". Trotz der erfreulichen Nachricht, dass der Lenker unverletzt sei, wurde weitergesucht. "Es war unklar, ob sich noch Beifahrer im Wagen befanden", berichtete Aufschnaiter.
Nach Stunden zu Hause wieder aufgetaucht
Erst Montagmittag tauchte der Unfalllenker mit leichten Verletzungen wieder zu Hause bei seiner Mama auf. "Er kann sich an nichts mehr erinnern und steht unter Schock", berichtete die Polizei. "Der Mann wird ärztlich betreut. Ob Alkohol im Spiel war, können wir noch nicht sagen", so die Beamten. Auch ist noch unklar, ob der 25-Jährige die Kosten für die Suchaktion bezahlen muss.
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