Kurzfristige Ausfälle, lange Verspätungen: Beim Öffi fahren braucht man wieder gute Nerven und viel Zeit. Die Gründe für das Schneckentempo.
Verspätungen, Ausfälle, vollgestopfte Garnituren. Wer gehofft hat, dass bei den Wiener Linien wieder alles läuft, wurde vorerst enttäuscht. Mehrere „Krone“-Leser berichteten in den vergangenen Tagen von Ausfällen und in weiterer Folge von teils sehr langen Intervallen. Doch die Öffi-Misere nahm bereits vor einigen Wochen ihren Lauf. Überfüllte Busse in der Donaustadt, besonders im Morgenverkehr. Langsamfahrstrecken auf den chronisch überfüllten Bimlinien 25 und 26 in Floridsdorf, die erst 2025 oder 2026 saniert werden sollen. Oder die Buslinie 5B, die zwischen Heiligenstadt und Praterstern fährt und manchmal einfach so ausfällt. Ohne Ersatz.
Fahrtbehinderungen auf allen U-Bahn-Linien in Rushhour
Jetzt auch noch Verspätungen wegen kurzfristiger Ausfälle im U-Bahn-Verkehr. Hier sind es vor allem schadhafte Züge, die die Wiener Linien in Turbulenzen bringen. Montag, beim Start in die neue Arbeitswoche, waren davon gleich alle fünf U-Bahn-Linien betroffen! Die U1, U2, U3, U4 und auch die U6 konnten wegen schadhafter Fahrzeuge nur noch unregelmäßig fahren. Von den Wiener Linien heißt es, dass auf der U1 ein Zug mit defekter Beleuchtung eingezogen wurde. Genauso konnte eine Garnitur auf der U3 nicht ausfahren, da der Zug mit Graffiti beschmiert war. Eine Störung der Wagenmechanik führte schließlich zu Verspätungen auf der U2.
Entnervte Öffi-Fahrer, die zu spät zur Arbeit kommen
Und diese machte sich ordentlich bemerkbar. Gegen 7.40 Uhr wurden die Garnituren auf einem Teil der Strecke nur eingleisig geführt. Das hatte zur Folge, dass sich die Menschenmassen vor allem am Schottenring, der Taborstraße und der Messe Wien drängten. Vermehrt waren genervte Gesichter von Menschen, die pünktlich zur Arbeit oder Uni mussten, zu sehen.
Doch nicht nur defekte U-Bahnen und Gleise machen den Wiener Linien zu schaffen, auch die Infrastruktur. Am Knotenpunkt von U4/U6 in der Spittelau wird seit Monaten abwechselnd an Rolltreppen und Aufzügen gewerkt. Das ist für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität ein täglicher Kampf - auch ohne Gebrechen.
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