Mo, 17. Dezember 2018

Nach 21 Jahren

16.12.2011 14:03

Assistenzeinsatz geht mit Festakt in Eisenstadt zu Ende

Das Österreichische Bundesheer hat nach 21 Jahren seinen Assistenzeinsatz im Burgenland und in Teilen Niederösterreichs beendet. In Eisenstadt wurde am Freitag das letzte Kontingent verabschiedet, das zur Unterstützung der Polizei in den Grenzbezirken eingesetzt war.

Verteidigungsminister Norbert Darabos, Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl, der niederösterreichische Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka sowie hochrangige Vertreter von Militär und Polizei sprachen den Soldaten beim militärischen Festakt ihren Dank aus.

Das Bundesheer beende zwar den Assistenzeinsatz im Grenzraum im Burgenland und in Niederösterreich, aber "es bleibt selbstverständlich weiterhin ein verlässlicher Sicherheitsgarant in der Region", erklärte Verteidigungsminister Darabos. Der Einsatz könne "rückblickend als Musterbeispiel für umfassende ressortübergreifende Sicherheitsvorsorge für die Bevölkerung" verstanden werden.

Darabos gedachte auch der Soldaten, die während des Einsatzes ums Leben gekommen waren und sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus. "Ab 2012 liegt es beim Innenministerium, mit verstärktem Polizeieinsatz das Bundesheer zu ersetzen und für den gleichen Level an Sicherheit in der Region zu sorgen", so der Ressortchef.

Aus sechs Wochen wurden 21 Jahre
Rund 220 Soldaten des Jägerbataillons 24 aus Tirol waren am Vormittag auf dem Europaplatz vor dem Landhaus zum letzten Mal in zwei Assistenzkompanien angetreten. "Der personalintensivste und längste Einsatz des Österreichischen Bundesheeres geht nun zu Ende", stellte der Chef der Einsatzsektion des Bundesheeres, Generalleutnant Christian Segur-Cabanac, fest. Zunächst war man von einer sechswöchigen Einsatzdauer ausgegangen, daraus wurden schließlich 21 Jahre (siehe Infobox).

Er sehe den den heutigen Tag "als einen Tag, an dem man Danke sagt", erklärte der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Herbert Anderl. Seit der Schengenerweiterung Ende Dezember 2007 hätten die Soldaten an die 3.000 Beobachtungen gemeldet, die zu 2.100 polizeilichen Amtshandlungen führten. "Ich habe keine Sorge um die Sicherheit hier in der Grenzregion", sagte Anderl. Die Polizei habe drei Jahre Zeit gehabt, sich entsprechend aufzustellen.

Niessl lobt "ausgezeichnete Leistungen" der Soldaten
Burgenlands Landeshauptmann Niessl und der niederösterreichische Landeshauptmannstellvertreter Sobotka sprachen den Soldaten den Dank der Bevölkerung aus. "Die letzten 21 Jahre waren davon geprägt, dass sehr erfolgreich dieser Assistenzeinsatz durchgeführt wurde", sagte Niessl: "Die Soldaten haben hier ganz ausgezeichnete Leistungen erbracht." Dieser Tag habe für das Burgenland und auch für Niederösterreich eine große Bedeutung, so Landeshauptmannstellvertreter Sobotka. Der Assistenzeinsatz habe neben den Einsätzen im Katastrophendienst wesentlich das Bild des Bundesheeres in der Bevölkerung geprägt.

Einsatzmedaille für alle Assistenzsoldaten
Mit den Worten "Herr Bundesminister, ich melde das Militärkommando Burgenland aus dem Assistenzeinsatz ab", setzte Oberst Gerhard Petermann den Schlusspunkt unter zwei Jahrzehnte, in denen der beim Militärkommando aufgestellte Einsatzstab die Verantwortung für den Dienst der Soldaten getragen hatte. Stellvertretend für beide Kompanien wurden 13 Soldaten und eine Soldatin vom Verteidigungsminister mit der Einsatzmedaille ausgezeichnet, die alle Assistenzsoldaten erhalten.

Bei dem an den Festakt anschließenden Empfang des Militärkommandos bedankte sich das Land Burgenland bei den Soldaten für ihre Verdienste um den Assistenzeinsatz. Die höchste Auszeichnung, das Komturkreuz des Landes Burgenland, bekam Generalleutnant Segur-Cabanac von Landeshauptmann Niessl verliehen.

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