Unfassbare Power

BMW M 1000 XR: Stärkstes Crossover-Bike der Welt

Motor
07.06.2023 05:00

BMW Motorrad lässt es im Jubiläumsjahr so richtig krachen: Nach dem stärksten Naked Bike am Markt, der M 1000 R, kündigen die Münchner nun das nächste ungewöhnlich brutale Eisen an: Die BMW M 1000 XR wird das mit Abstand stärkste Crossover-Bike weit und breit.

(Bild: kmm)

Bis zuletzt hat BMW von Leistungsexzessen abseits der Rennmaschine RR Abstand genommen. Das Naked Bike S 1000 R blieb bei „nur“ 165 PS, gewann aber trotzdem reihenweise Vergleichstests der Fachmagazine, auch gegen deutlich stärkere Konkurrenten. Bis sie dieses Jahr die M 1000 R brachten.

Ähnlich ist es bei der S 1000 XR, wobei bei diesem Vierzylinder-Crossover der Ruf der Fans nach mehr Leistung bei Weitem nicht so laut war. Wenn überhaupt vorhanden, hallte er nur leise - und wurde nun doch gehört.

Die M 1000 XR kommt, und zwar aller Voraussicht nach mit 210 PS, entsprechend der M R und der S RR, von denen der Vierzylinder übernommen wird, samt ShiftCam zur Variierung von Steuerzeiten und Ventilhub. Finale Daten sollen „in der zweiten Jahreshälfte“ bekannt gegeben werden.

Fest steht bereits das fahrfertige Gewicht von nur 223 kg, das sich mit den Carbon-Teilen und der Lithium-Batterie des optionalen M Competition Pakets weiter senken lässt. Als Höchstgeschwindigkeit werden ca. 280 km/h angegeben. Damit die M XR bei jedem Tempo stabil bleibt, trägt ihre Verkleidung Winglets, die für Abtrieb sorgen und sich gegen ungewollte Wheelies stemmen.

Der Langstreckensportler
Fahrwerkstechnik, Aerodynamik und Regelelektronik sollen dem Crossover-Bike bislang reinrassigen Superbikes vorbehaltene fahrdynamische Dimensionen erschließen. So soll die M XR gleichermaßen „für performanten Landstraßenbetrieb, Langstreckenfahrten sowie schnelle Runden auf der Rennstrecke“ geeignet sein.

Wie die M RR und die M R verfügt auch die M XR über die M Bremse mit Radial-Handbremspumpe (stammt von Nissin) . Sie wurde direkt aus den Erfahrungen mit den Rennbremsen der Werksrennmaschinen in der Superbike-Weltmeisterschaft weiterentwickelt. Äußerlich kennzeichnet die M Bremssättel eine Beschichtung in blauem Eloxal in Verbindung mit dem berühmten M Logo.

(Bild: BMW)

Wann die BMW M 1000 XR auf den Markt kommt, wurde noch nicht bekannt gegeben, da 2023 aber das Jubiläumsjahr darstellt, wird sie noch dieses Jahr wohl zumindest als Serienmodell vorgestellt und ab Frühjahr 2024 verkauft. Auch über den Preis kann man nur spekulieren: Die S 1000 XR ist derzeit ab 22.490 Euro bestellbar. Der Aufpreis von der S R zur M R beträgt gut 8000 Euro. Das lässt auf gut 30.000 Euro für die M XR schließen, zuzüglich 6700 Euro für das M Competition Paket, macht, sagen wir, rund 37.000 Euro für den vollen Spaß.

Erstmals als Prototyp gezeigt wurde die M 1000 XR gerade im Rahmen der Tourist Trophy, kurz TT auf der Isle of Man, dem wohl spektakulärsten Straßen-Motorradrennen der Welt. Im Video oben ist der mehrfache Champion Peter Hickman auf der XR zu sehen.

Die M 1000 R dürfte noch nicht das Ende der M-Fahnenstange sein. Noch dieses Jahr kommt die neue GS auf den Markt, dank vergrößertem Motor wird sie R 1300 GS heißen. Und den Namen M 1000 GS hat sich BMW bereits schützen lassen ...

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