Inflation, Nachwirkungen der Corona-Krise und hohe Energiekosten treffen viele Mieter hart. Die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) hilft mit einem Unterstützungspaket, das auch einen Delogierungsstopp enthält.
Den Anstoß für den „Wohnschirm“ lieferte die Volkshilfe Burgenland. Mit der Hilfsorganisation hat die Siedlungsgenossenschaft immer wieder Kontakt bei Härtefällen. „Die Volkshilfe ist ein wichtiger Partner für uns im Sozialbereich“, erklärt OSG-Geschäftsführer Alfred Kollar.
Daraufhin wurde mit der Ausarbeitung des Unterstützungspakets begonnen. Schließlich wird die Teuerungswelle so schnell nicht abreißen, wie etwa die Energiekosten zeigen. Entstanden ist ein „OSG-Wohnschirm“ mit zahlreichen Maßnahmen. „Er soll bewirken, dass das Wohnen auch für jene leistbar bleibt, die es besonders schwer haben“, erklärt Kollar.
Delogierungen werden ein halbes Jahr gestoppt
Das Paket soll Wohnungslosigkeit vermeiden. Die OSG hat deshalb zumindest für das nächste halbe Jahr einen Delogierungsstopp veranlasst. „Zahlungsschwierigkeiten und Zahlungsrückstände sollen durch – durchaus auch längerfristige Stundungen und Ratenvereinbarungen gelöst werden“, führt Kollar aus. Gleichzeitig steht auch die Volkshilfe zur Seite. In Härtefällen soll die eine oder andere Mietzahlung übernommen werden. „Es freut mich besonders, dass die OSG hier wichtige soziale Maßnahmen für die Erhaltung von Wohnraum initiiert hat“, so Volkshilfe-Burgenland-Präsidentin Verena Dunst.
Weitere Maßnahmen des „Wohnschirms“: Befristete Zinsenzuschüsse beim Bezug von Neubauwohnungen und Reihenhäusern, Stundungen bei bereits bestehenden Bestandsverhältnissen und individuelle Lösungen bei besonderen Härtefällen. Von den Unterstützungsmaßnahmen sind laut OSG 3500 Wohnungen und Reihenhäuser betroffen. Eigenmittel von rund zwei Millionen Euro werden dafür im kommenden Jahr aufgewendet.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.