Sollte das Wünschen noch helfen, können wir heute voll Hoffnung in die neue Woche starten: Hoffen wir also, dass aus Karl Nehammer ein Kanzler von Format wird. Schließlich ist davon auszugehen, dass er noch länger Regierungschef sein könnte. Das Geraune von Neuwahlen dient nur der politischen Unterhaltung. Mehr nicht. Hoffen wir, dass Wolfgang Sobotka bald einsieht, dass das Amt des Parlamentspräsidenten nichts für ihn ist.
Mit seinem Abschied täte er der Republik, seiner Partei und sich selbst einen Gefallen. Hoffen wir, dass SPÖ und Neos mit guten Leuten und Ideen die Regierung zu besseren Leistungen anspornen. Hoffen wir, dass die FPÖ nicht nur schlechte Stimmung macht, sondern sich mit seriöser Gelassenheit an der Lösung der Probleme beteiligt (na gut, das ist jetzt ein wenig gewagt). Hoffen wir, dass die Hartnäckigkeit der Justiz zu einer Politik der sauberen Hände in Österreich führt.
Wenigstens eine Zeit lang. Hoffen wir, dass sich die Politik aus Respekt vor dem Rechnungshof nicht zu weiteren maßlosen Geldgeschenken an die falschen Adressen hinreißen lässt. Hoffen wir, dass der Bundespräsident die Missstände und ihre Verursacher klar beim Namen nennt. Die in der Hofburg gepflegte Rücksicht auf alle möglichen Empfindlichkeiten hat keinen Platz mehr. Besorgt sein allein ist zu wenig. Hoffen wir, dass nicht irgendwelche Provokateure ihre Chance im Chaos sehen und wir danach unser Land nicht wiedererkennen.
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