
Die Teuerung hält Österreich weiter im Würgegriff. Die Inflation erhöhte sich im April auf 3,3% und bedeutet neuerlich einen Anstieg der Geldentwertung – weit über dem EU-Durchschnitt. Von einem Wirtschaftswachstum kann keine Rede sein. Die steigende Arbeitslosigkeit ist die Folge dieser Fehlentwicklung.
Da überrascht es kaum, dass laut der neuesten Ipsos-Umfrage stolze 85% der Österreicher die wirtschaftliche Lage als schlecht bewerten. Ein Negativrekord. Drei Viertel sehen das Land auf dem falschen Weg. Dazu kommt eine gefährliche Entwicklung, deren Folgen wir demnächst spüren werden: Die Lebensmittelpreise drohen deutlich zu steigen. Durch die berüchtigte, weil blockierte Straße von Hormus geraten nämlich nicht nur 20% des weltweiten Öl- und Gasverkehrs unter Druck, sondern auch ein Drittel der global gehandelten Düngemittel. Diese fehlen nun. Experten befürchten schlechte Ernten und drohende Knappheit bei Lebensmitteln. Dazu kommen noch die gestiegenen Transportkosten.
De facto könnte sich Österreich bei vielen Grundnahrungsmitteln weitgehend selbst versorgen. Dafür bräuchte es aber eine Landwirtschaftspolitik, die hochwertige heimische Qualität stärkt und die Produktion für die Bauern wieder rentabel macht, damit gesunde Lebensmittel sich für uns alle lohnen. Autark wäre jedenfalls besser, als weiterhin nicht gut, aber teuer versorgt zu sein. Sonst wird aus Versorgungssicherheit am Ende eine teure Unsicherheit.
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