Das Warten hat ein Ende: Am Dienstagabend geht in der Wiener Stadthalle das erste Semifinale des Song Contests über die Bühne. Und es zahlt sich aus, einzuschalten – spektakuläre Shows warten. Die „Krone“ hat die Show vorab gesehen und kennt die Favoriten.
Wenn die Buchmacher recht behalten, dann wird das Duell um den Sieg des Song Contests heuer zwischen Finnland und Griechenland ausgetragen. Die Kandidaten beider Länder gehen um 21 Uhr (ORF 1) in Wien an den Start, begrüßt zu Beginn von Legende Vicky Leandros und ihrem Lied „L’amour est bleu“.
Das finnische Duo Linda Lampenius x Pete Parkkonen will bei seinem Song „Liekinheitin“ mit Feuereffekten und Geigensoli punkten. Dabei gab es bereits Debatten über Letztere, schließlich dürfen Instrumente beim ESC – im Gegensatz zum Gesang – normalerweise nicht live performt werden. Finnland bekam hier eine Ausnahmegenehmigung. Ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz?
Knallbunte Show soll Akylas zum Sieg verhelfen
Dem härtesten Herausforderer Akylas aus Griechenland wird es egal sein. Denn er punktet weder mit eleganten Klängen noch mit tiefsinnigem Text. Stattdessen verzaubert er immer mehr Fans mit seinem schrägen Auftreten in verschiedenen (Raub-)Katzen-Outfits samt Katzenohrenhaube, seinem Enthusiasmus und seinem „Ferto“-Schlachtruf, der vor allem bei den Jungen gut ankommt. Eine knallbunte Show soll das Übrige tun, um ihm am Samstag zum Sieg zu verhelfen.
Bis dahin muss aber erst einmal noch der Einzug ins Finale geschafft werden – zehn von 15 Acts kommen weiter. Als sichere Kandidaten gelten dafür neben den Genannten noch Schwedens Felicia mit der schnell ins Ohr gehenden Popnummer „My System“, die kroatische Frauenband LELEK mit dem Ethnosong „Andromeda“ oder Israels Ballade „Michelle“ von Noam Bettan.
Ohnehin fix qualifiziert, können Italiens Sal Da Vinci und die Deutsche Sarah Engels ganz entspannt ihre Performances zeigen. Engels setzt bei ihrer Bühnenshow zu „Fire“ vor allem auf sexy Lack-und-Leder-Kostüme und ganz viel nackte Haut bei sich und ihren vier Tänzerinnen.
Dass bekannte Namen beim ESC kein Garant für Erfolg sind, muss Boy George auf die harte Tour lernen: Trotz seines Auftritts für San Marino an der Seite von Senhit sieht es für einen Finaleinzug schlecht aus
Norwegische Show zu sexy
Jedem Song Contest seine eigenen Kuriositäten. Noch bevor man die allererste Performance des norwegischen Starters Jonas Lovv gesehen hat – er kommt erst am Donnerstag im zweiten Halbfinale dran –, zeigt sich die EBU (European Broadcasting Union) bereits verstimmt über seine angeblich etwas zu anzügliche Performance.
Auf dem türkisen Teppich bei der Eröffnung am Wiener Rathausplatz gab der Rocksänger bekannt, dass es ihm verboten sei zu sagen, was das exakte Problem sei, die Show aber jedenfalls „zu sexy“ sei. Aber gut – der Eurovision Song Contest versteht sich auch als unpolitisch – was natürlich nicht stimmt.
In Israel wird Werbung kritisiert
Damit zu Israel und deren umstrittenen Starter Noam Bettan. Der dortige Staatssender KAN wurde von der EBU verwarnt, man solle mit Bettan keine Online-Kampagnen starten, die zum Voting ihres Kandidaten aufrufen. Es bleibt also heiß.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.