Trotz Budget-Erhöhung

Kommandant sieht Bundesheer „auf Intensivstation“

Politik
13.10.2022 13:03
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Bundesregierung hat das Budget für das Heer für 2023 um ungefähr 680 Millionen Euro erhöht. Das Militärkommando Burgenland meint, dass zwar Freude, aber keine Euphorie angebracht sei. Kommandant Gernot Gasser verglich das Heer am Donnerstag mit einem Wachkomapatienten auf der Intensivstation.

„Mittlerweile ist der Patient aufgewacht und es gibt eine Therapie, aber wir sind immer noch auf der Intensivstation und im Krankenhaus“, sagte Gasser bei einer Pressekonferenz. Das Heer sei bereits seit 32 Jahren unterfinanziert und habe nicht einmal die nötigen Mittel, um den Status quo zu erhalten. Das aufzuholen werde trotz des zusätzlichen Geldes noch dauern.

Fünf Milliarden extra bis 2026
„Wir werden jetzt keine Sturmgewehre mit Strasssteinchen und Goldbeschlägen bestellen. Davon sind wir weit entfernt.“ Dennoch wandte der Militärkommandant ein, dass die aktuelle Lage besser aussehe als noch vor drei Jahren. Mit einem Plus von rund fünf Milliarden Euro bis 2026 könne das Heer modernisiert werden und seine Hauptaufgabe, die Abwehroperationen, wieder besser wahrnehmen.

Der Krieg in der Ukraine habe gezeigt „dass Freiheit, Frieden und Sicherheit in Europa nicht selbstverständlich sind“, sagte Gasser. Das habe letztlich auch in Österreich zu einem Umdenken hinsichtlich der Rolle des Bundesheeres geführt. 

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