Mehrfach zugestochen

Mordversuch in Klagenfurt: Verdächtiger gefasst

Kärnten
12.10.2022 12:04

Ein 53-jähriger Iraker war Anfang Juni vor seinem Wohnhaus in Klagenfurt mit mehreren Messerstichen attackiert worden. Auf einem Handyvideo des Opfers wurde das Geschehen festgehalten. Um dessen Identität zu schützen, blieb die Causa aber geheim, bis nun der Tatverdächtige in Wien gefasst werden konnte.

Der 53-Jährige wurde schon früher im Irak wie in Österreich, wo er seit 2015 lebt, Opfer von Gewalttaten. Der 52-Jährige sagte aus, er erfahre immer wieder Hass, weil er römisch-katholischen Glaubens sei. Am 7. Juni wurde er vor seinem Wohnhaus in Klagenfurt mit einem Messer attackiert, als er gerade die Haustür aufsperren wollte.

Auf dem Handyvideo, das er gerade anfertige, sieht man den Täter herbeilaufen, dem 53-Jährigen mehrfach in den Schulter-Nacken-Bereich stechen und dann wieder weglaufen. In der Aufzeichnung ist zudem zu sehen, wie das Opfer seinen Angreifer verfolgt und dann einen Schlagring findet. Darauf befanden sich DNA-Spuren, die von der Polizei gesichert wurden.

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Der Täter war auf dem Überwachungsvideo gut zu erkennen.

Ein Ermittler der Polizei

„Der Täter war auf dem Video gut zu erkennen“, berichtet die Polizei. „Deswegen gelang es den Ermittlern des Landeskriminalamtes, einen 19-jährigen Iraker als möglichen Tatverdächtigen auszuforschen.“

Nach verstärkter Fahndung in Wien gefasst
Dennoch konnte die Polizei den jungen Mann nicht gleich festnehmen. Erst eine verstärkte Fahndung - unter anderem über einen Beitrag auf ServusTV - und die Auswertung aller Spuren brachten schließlich Gewissheit. Der Iraker konnte am 5. Oktober in Wien festgenommen werden. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung konnten mehrere Waffen, darunter sogenannte Totschläger, sichergestellt werden.

Ärger über Social-Media-Postings als Motiv
Die Ermittlungen zum Tatmotiv und möglichen Mittätern laufen noch - es könnte sich dabei um einen missglückten Auftragsmord gehandelt haben. Der Verdächtige sagt aus, er habe sich wegen Social-Media-Aussagen des Opfers geärgert. Mit dem Messer habe er dem 53-Jährigen nur Angst machen wollen, eine Mordabsicht streite der 19-Jährige ab, so Staatsanwalt Markus Kitz. Ob es sich tatsächlich um eine Auftragstat handelt, wie die Ermittler in diesem Fall vermuteten, sei noch unklar, so Kitz.

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