Stromschlag, ade!

Der Schutzschalter als Lebensretter im Haushalt

Leben
09.03.2005 16:10
Strom kann verletzen oder sogar töten. Als "Schutzengel" hat sich in diesem Zusammenhang der FI-Schalter bewährt, der nunmehr seit 25 Jahren bei Neubauten und Sanierungen gesetzlich vorgeschrieben ist. Laut einer realistischen Schätzung auf Basis der Statistik der Elektrounfälle ohne Blitz hat der Fehlstrom-Schutzschalter, wie er offiziell heißt, rund 760 Menschen vor dem Stromtod gerettet...
Das ist die gute Nachricht. Die Schlechte: Nachwie vor ist vielen Menschen das Risiko des fahrlässigen Umgangesmit Elektrizität nicht wirklich bewusst. Auch jetzt nochtappen Jahr für Jahr mehr als hundert Personen in die Stromfalle.Allerdings: Während zu Beginn der 80er pro Jahr noch 25 Todesopferzu beklagen waren, lag diese Zahl im Jahr 2002 nur noch bei sieben.
  
Was am Strom so gefährlich ist 
Beschreibbar ist Strom durch Spannung (Volt), Stromstärke(Ampere) und Frequenz (Hertz). Gefahr lauert vor allem in derder Spannung des Stroms: Mit 230 Volt kommt er in jedem Haushaltvor, sogar mit 400 Volt, wenn es sich um Kraftstrom handelt. Fehlerhafteoder überlastete Leitungen können Brände auslösen.Kommt ein Mensch mit der Spannung in Berührung, passiertder berüchtigte "Stromschlag", der zumindest Brandverletzungenhinterlässt. 
  
Achtung, Lebensgefahr! 
Geht der Strom jedoch durch den Herzberich, gerätder Herzrhythmus außer Tritt - die Folge kann Herzstillstandsein. Ab welcher Spannung Lebensgefahr besteht, kann nicht genaugesagt werden. Manche Opfer überleben hundert Volt nicht,andere haben schon 220.000 überstanden... 
  
Schutzschalter seit 1980 Pflicht 
Wichtigstes Glied des elektronischen Sicherheitskonzeptesist das "Geburtstagskind", der FI-Schalter. Ab den 60er Jahrenhat er sich derart bewährt, dass er 1980 für neue odersanierte Wohnanlagen gesetzlich vorgeschrieben wurde. 
  
Was kann der FI-Schalter? 
Strom braucht einen geschlossenen Kreis, um arbeitenzu können. Der FI-Schalter prüft wie ein Detektiv, obder Strom brav in diesem Kreislauf bleibt oder ob er dorthin fließt,wo er nicht soll. Solche Ströme nennt man Fehlerströme.Diese kennt der FI-Schalter sofort und schaltet die gesamte Elektroanlageblitzschnell ab. 
  
Prüfung durch Experten 
Fehlerströme entstehen in schadhaften Leitungen,defekten Geräten usw. Dadurch können z.B. Metallgehäusevon Haushaltsgeräten plötzlich unter Strom stehen. Allerdingskönnen auch FI-Schalter kaputt werden. Daher: Mehrmals jährlichden Prüfknopf drücken! Alle fünf Jahre sollte einTechniker dessen Funktion überprüfen. Die Sicherheitder Anlage wird mittels Prüfvignette bescheinigt. 
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