Das ukrainische Parlament hat mit deutlicher Mehrheit für die Entlassung des Chefs des Inlandsgeheimdienstes und der Generalstaatsanwältin gestimmt. Iwan Bakanow und Iryna Wenediktowa wird vorgeworfen, zu wenig gegen russische Spionage getan zu haben. Zuvor kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an, das Personal überprüfen zu wollen.
Am Sonntag hatte der ukrainische Präsident seinen Jugendfreund Iwan Bakanow als SBU-Chef gefeuert. Auch Generalstaatsanwältin Wenediktowa wurde suspendiert. Das Parlament in Kiew bestätigte am Dienstag die Entlassungen.
Anlass sei eine hohe Zahl von Überläufern und Kollaborateuren mit der russischen Besatzungsmacht beim Geheimdienst sowie der Staatsanwaltschaft. Bakanow wandte auf Twitter ein, dass es Fehleinschätzungen gegeben habe, insgesamt sei er auf seine Arbeit aber stolz.
Nicht die Ersten, die gehen mussten
Bakanow, der ein langjähriger Weggefährte des Präsidenten ist, und Wenediktowa sind nicht die ersten ranghohen Mitarbeitenden, die in der Ukraine kürzlich gehen mussten. So wurde Wolodymyr Horbenko als Vizechef des Geheimdiensts SBU entlassen, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Dekret hervorgeht.
Darüber hinaus wurden die Regionalchefs der Gebiete Sumy, Dnipropetrowsk, der Transkarpaten und Poltawa ausgetauscht. Dasselbe Schicksal ereilte den SBU-Chef des Gebiets Schytomyr. Für den Posten im ostukrainischen Charkiw, der seit Ende Mai frei war, wurde mittlerweile ein neuer Regionalchef ernannt.








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