Kein Notarzt weit und breit in Sicht - das trifft unter anderem auf Schönberg zu, die „Krone“ berichtete. Auch in weiteren Tiroler Gemeinden gibt es offenbar ähnliche Probleme. In Bezug auf den Notärzte-Engpass in Tirol liefert die Liste Fritz nun Zahlenmaterial.
„Es kann Tote wie in der Steiermark geben“, warnen Experten. Und auch bei heiklen Patienten-Überstellungen von einem Tiroler Spital zum anderen sollen laut „Krone“-Informationen Notärzte im Krankenwagen immer wieder Mangelware sein – zum Leidwesen der ehrenamtlichen Rettungssanitäter, die während des Transportes hoffen, dass es zu keinen Komplikationen komme.
„Alles tun, um Kollaps zu verhindern“
Es handelt sich um eine Thematik, die keine politische Partei im Land kaltlässt – Wahlkampf hin oder her. „Wir müssen alles tun, um einen Kollaps zu verhindern“, lautet der Tenor. In die Pflicht genommen werde die Landesregierung.





Liste Fritz liefert Zahlen
Die Causa bis ins kleinste Detail analysiert hat Liste Fritz-Obfrau Andrea Haselwanter-Schneider. „In Tirol gibt es 22 bodengebundene Notarztsysteme, davon 14 NEF-Stützpunkte. Im Jahr 2021 waren an diesen NEF-Stützpunkten 291 Notärzte tätig und insgesamt im Auftragsbereich des Landes Tirol, also in allen bodengebundenen und Luftrettungssystemen, 485 aktive Notärzte.“
Dass angesichts dieser Zahlen „der Pool an einsatzfähigen Notärzten derzeit in Tirol beinahe leer ist, ist nicht nachvollziehbar“, sagt die Politikerin, die „organisatorische Mängel“ ortet. „Diese dürfen keine Menschenleben gefährden und sind auf der Stelle zu beheben“, fordert sie.














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