Nord-Stream-Wartung

„21. Juli ist kritisches Datum für ganz Europa“

Wirtschaft
10.07.2022 12:53

Mit der am Montag beginnenden Wartung der Gaspipeline Nord Stream 1 wird weniger Gas nach Österreich fließen, befürchtet Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne). Dies werde auch Auswirkung auf die Befüllung der heimischen Gasspeicher haben. Trotzdem: Das Speicherziel der Bundesregierung könne weiterhin erreicht werden, sofern Russland nach der Wartung wieder Erdgas im vereinbarten Umfang liefert, so die Ministerin am Sonntag, die auch ein „kritisches Datum“ nannte.

Der kritische Zeitpunkt sei die geplante Wiederinbetriebnahme der Pipeline, die für den 21. Juli geplant sei. „Niemand kann heute prognostizieren, ob die Lieferungen danach vollumfänglich wiederaufgenommen werden. Der 21. Juli ist deshalb ein kritisches Datum für die Gasversorgung in ganz Europa“, betonte Gewessler.

Wobei Nord Stream 1 für die direkten Gaslieferungen nach Österreich nur eine untergeordnete Rolle spiele. „Österreich wird vorwiegend über das Leitungssystem über die Ukraine beliefert. Trotzdem wird durch den vollständigen Lieferausfall über Nord Stream 1 aufgrund der Wartungsarbeiten auch in Österreich ein deutlicher Lieferrückgang erwartet“, heißt es aus Gewesslers Ressorts.

E-Control: Aktuelle Versorgung ist gesichert
Für Österreich bedeute die zehntägige Lieferunterbrechung auch weniger Erdgas aus Russland, teilte am Freitag die Regulierungsbehörde E-Control mit. Die Befüllung der Gasspeicher werde daher geringer ausfallen als in den letzten Wochen, es könne auch zu Entnahmen kommen. Die aktuelle Versorgung sei aber gesichert, heißt es.

Die üblicherweise wenig beachtete Wartung führt heuer zu hoher Nervosität in Europa, da viele befürchten, dass der russische Präsident Wladimir Putin nach der zehntägigen Wartung die Pipeline nicht mehr in Betrieb gehen lässt.

Regierung in Berlin begrüßt Freigabe der Turbine
Die deutsche Bundesregierung hat am Sonntag die Ausfuhrgenehmigung Kanadas für reparierte Turbinen für die Gaspipeline Nord Stream 1 begrüßt. „Wir begrüßen die Entscheidung unserer kanadischen Freunde und Verbündeten“, teilte ein Sprecher der Regierung mit. Die kanadische Regierung hatte am Samstag eine zeitlich befristete Sondergenehmigung für die Ausfuhr erteilt, die wegen der Sanktionen gegen Russland infolge des Ukraine-Kriegs erforderlich war.

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