Das Umweltministerium fördert den Ausstieg aus Öl und Gas von Firmen, Vereinen und konfessionellen Einrichtungen. Sie sollen dazu ermutigt werden, fossile Energieträger auf erneuerbare umzustellen. Konkret würden bis zu 45 Prozent der Investitionskosten gefördert, teilte das Ministerium mit. Die Obergrenze liege bei sechs Millionen Euro.
Die genaue Fördersumme hängt unter anderem von der Art der neuen Anlage ab. Zusätzlich zum Ausstieg aus Öl und Gas werden auch thermische Sanierungen von Gebäuden gefördert, in denen schutzbedürftige Menschen untergebracht sind. Beispiele sind Frauenhäuser, Kinderheime und Flüchtlingsunterkünfte, wobei es für die Förderung nicht relevant ist, ob der Betreiber etwa eine Gemeinde oder ein Verein ist. Das Ministerium will hier Geld für einen verbesserten Wärmeschutz der Gebäude und die Installation einer klimafreundlichen Heizung zur Verfügung stellen. Insgesamt sind hierfür 45 Millionen Euro vorgesehen, die aus dem österreichischen Aufbau- und Resilienzplan finanziert werden.
CO₂-Deckel wird erhöht
Ein weiterer Punkt sind Projekte für die erneuerbare Wärmeversorgung. Hier erhöhte das Umweltministerium die Obergrenze von 4,5 Millionen Euro auf sechs Millionen Euro pro Projekt. Eingeschlossen sind unter anderem klimafreundliche Fernwärme- und Fernkältenetze sowie Geothermieanlagen. Unternehmen, die ihre fossile Heizung zukünftig auf eine klimafreundlichere Wärmeversorgung umrüsten, erhalten auch eine höhere Förderung als bisher. Anlagen unter 50 Kilowattstunden werden mit bis zu 7500 Euro, größere mit bis zu 12.000 Euro gefördert, teilte das Umweltministerium am Wochenende mit. Der CO₂-Deckel werde von aktuell 60 Euro auf 75 Euro pro jährlich vermiedener Tonne CO₂ angehoben.
Seit Russland die Gaslieferungen nach Europa drosselt, sind nicht nur die Preise gestiegen, sondern auch die Stimmen nach erneuerbaren Energieträgern lauter geworden. Für letzteres sprechen sich etwa einige Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Wirtschaft aus.














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