Ab Montag wird die Gaspipeline Nord Stream 1 gewartet, die vor allem nach Deutschland und Nordeuropa russisches Gas bringt. In Österreich werde deshalb weniger Gas gespeichert, die Versorgung sei aber gesichert, teilte die Regulierungsbehörde E-Control am Freitag mit.
Die Gaslieferung soll für zehn Tage unterbrochen werden. So lange ist die Routinewartung der Gaspipeline Nord Stream 1 geplant. Weitere Herausforderungen sind fehlende Teile, wie eine bereits reparierte Turbine in Kanada, die laut Regierungssprecher Steffen Hebestreit nun wieder nach Deutschland geliefert werden soll. Wenn die betroffene Turbine von Siemens Energy für Nord Stream 1 eingesetzt werden könne, habe die russische Regierung nicht mehr das Argument des technischen Problems, um die Lieferungen nach Europa zu kürzen, sagte die deutsche Regierung. Moskau wies die Vorwürfe zurück. Niemand habe irgendwelche Reparaturen erfunden. Sobald die Turbine zurückgebracht werde, würde Russland auch die Gaslieferungen erhöhen.
Gasentnahmen möglich
Für Österreich bedeutet die Lieferunterbrechung auch weniger Erdgas aus Russland. Es werde weniger Gas gespeichert werden können als in den vergangenen Wochen, sagte die Regulierungsbehörde E-Control am Freitag. Obwohl es zu Entnahmen kommen könne, sei die aktuelle Versorgung aber gesichert. Österreich erhält den Großteil der Gaslieferungen über die Ukraine, nicht über die Pipeline Nord Stream 1. Der Verbrauch im Sommer von etwa vier Terawattstunden pro Monat könne „laut den aktuellen Analysen über die fortgeführten Gaslieferungen, die Eigenproduktion sowie über die Erdgasspeicher gesichert werden“, hält die E-Control in einer Aussendung fest.
Der Gasverbrauch kann laut den aktuellen Analysen über die fortgeführten Gaslieferungen, die Eigenproduktion sowie über die Erdgasspeicher gesichert werden.
E-Control
Füllstand von 80 Prozent bis Winter unsicher
Dass die heimischen Speicher bis zur Heizsaison zu 80 Prozent gefüllt sind - was die Regierung plant -, hält die Behörde für unsicher. Die übrigen Lieferwege müssten das Niveau halten und die Nord Stream 1 nach der angekündigten Pause mit annähernd gleicher Kapazität wie zuvor wieder in Betrieb gehen. „Ob dies geschieht, kann bei der derzeit unsicheren politischen Situation natürlich nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden“, heißt es. Die Situation müsse genau beobachtet und nach Ablauf der geplanten Wartungszeit schnell neu bewertet werden.














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